Was ist eine Thrombose? |
Wird ein Blutgefäß durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) eingeengt oder verstopft, spricht man von einer Thrombose. Am häufigsten sind die tiefen Bein- und Beckenvenen betroffen. Das Problem: Die Venen können nicht mehr ausreichend Blut zum Herzen transportieren. In seltenen Fällen bilden sich Thromben auch in den Herzhöhlen, den Venen der Arme oder in den Arterien. Ein Blutgerinnsel in den oberflächlichen Venen (Krampfadern) ist gesundheitlich meist harmlos.
Frauen sind häufiger von einem Verschluss eines Blutgefäßes betroffen als Männer, vor allem, wenn sie älter als 40 Jahre sind oder die Pille einnehmen. Unter 1000 Frauen gibt es Schätzungen zufolge jährlich rund zwei Neuerkrankungen. Rund ein Drittel der Betroffenen bekommt innerhalb von acht Jahren erneut eine Thrombose. Schwangere, Übergewichtige sowie Patienten mit Diabetes mellitus sind ebenfalls besonders gefährdet, eine Thrombose zu entwickeln.
Symptome |
Beinvenenthrombosen weisen in der Anfangsphase häufig keine charakteristischen Symptome auf. Erste Anzeichen können ein gelegentliches Spannungsgefühl in einem oder beiden Beinen – die so genannten „schweren Beine“ – und leicht ziehende Schmerzen in der Wade sein. Meist bessern sich diese Symptome durch Hochlagern des betroffenen Beines. Deutlicher Hinweis auf eine Beinvenenthrombose ist eine starke Schwellung des Beines und eine verstärkte Zeichnung oberflächlicher Venen. Sie treten deutlich zu Tage, wenn der Blutstau vom tiefen Venensystem bis in die oberflächlichen Venen reicht und werden daher auch als „Warnvenen“ bezeichnet.
Kennzeichnend für eine Thrombose der oberflächlichen Venen ist eine tastbare Verhärtung des betroffenen Gefäßes, einhergehend mit Schmerz und Rötung. Da das Blut aber über die so genannten Perforans-Venen (sie transportieren Blut aus den oberflächlichen in die tiefen Beinvenen) noch in das tiefe Venen-System abfließen kann, schwillt das betroffene Bein nicht an.
Bei der arteriellen Thrombose sind ebenfalls meist die Beine betroffen. Symptome für einen Blutstau in einer Beinarterie sind plötzlicher Schmerz, Blässe, Kälte und fehlender Puls im betroffenen Bein. Innerhalb von Stunden verschwinden Gefühl und Bewegungskontrolle.
Thrombosen am Arm sind häufig sehr schmerzhaft, der Arm ist geschwollen und zeigt eine verstärkte Venenzeichnung an der Oberfläche.
Kennzeichnend für eine Thrombose der oberflächlichen Venen ist eine tastbare Verhärtung des betroffenen Gefäßes, einhergehend mit Schmerz und Rötung. Da das Blut aber über die so genannten Perforans-Venen (sie transportieren Blut aus den oberflächlichen in die tiefen Beinvenen) noch in das tiefe Venen-System abfließen kann, schwillt das betroffene Bein nicht an.
Bei der arteriellen Thrombose sind ebenfalls meist die Beine betroffen. Symptome für einen Blutstau in einer Beinarterie sind plötzlicher Schmerz, Blässe, Kälte und fehlender Puls im betroffenen Bein. Innerhalb von Stunden verschwinden Gefühl und Bewegungskontrolle.
Thrombosen am Arm sind häufig sehr schmerzhaft, der Arm ist geschwollen und zeigt eine verstärkte Venenzeichnung an der Oberfläche.
Ursachen |
Ursächlich für die Entstehung einer Thrombose sind drei entscheidende Faktoren: Eine Schädigung der Gefäßwand, die Verlangsamung des Blutflusses und eine Veränderung der Blutzusammensetzung, einhergehend mit einer erhöhten Gerinnungsneigung.
Der venösen Thrombose (Phlebothrombose) liegen hauptsächlich die Verlangsamung des Blutflusses sowie eine erhöhte Gerinnungsneigung zu Grunde. Risikofaktoren sind hier vor allem die Ruhigstellung nach einer Operation oder Entbindung oder langes Sitzen, beispielsweise auf Reisen. Die arterielle Thrombose ist meist auf eine Schädigung der Gefäßwand, oft als Folge einer Arteriosklerose, mit der Ablagerung von Blutplättchen (Thrombozyten) zurückzuführen.
Bei vielen Patienten allerdings ist keine aktuelle Ursache zu finden. In seltenen Fällen liegt wiederholten Phlebothrombosen eine bis dahin unbekannte Krebserkrankung zu Grunde. Grundsätzliche Risikofaktoren sind die Einnahme von Östrogenen (Pille), Rauchen und Infektionen. In rund 50 Prozent aller Fälle findet sich eine familiäre Belastung wie die APC-Resistenz. Bei dieser Erbkrankheit liegt ein verändertes Gen vor, dessen Vorhandensein vermutlich bei 25 Prozent der wiederkehrenden Venenthrombosen mitverursachend ist, da die Blutgerinnung nicht mehr ausreichend gehemmt wird.
Der venösen Thrombose (Phlebothrombose) liegen hauptsächlich die Verlangsamung des Blutflusses sowie eine erhöhte Gerinnungsneigung zu Grunde. Risikofaktoren sind hier vor allem die Ruhigstellung nach einer Operation oder Entbindung oder langes Sitzen, beispielsweise auf Reisen. Die arterielle Thrombose ist meist auf eine Schädigung der Gefäßwand, oft als Folge einer Arteriosklerose, mit der Ablagerung von Blutplättchen (Thrombozyten) zurückzuführen.
Bei vielen Patienten allerdings ist keine aktuelle Ursache zu finden. In seltenen Fällen liegt wiederholten Phlebothrombosen eine bis dahin unbekannte Krebserkrankung zu Grunde. Grundsätzliche Risikofaktoren sind die Einnahme von Östrogenen (Pille), Rauchen und Infektionen. In rund 50 Prozent aller Fälle findet sich eine familiäre Belastung wie die APC-Resistenz. Bei dieser Erbkrankheit liegt ein verändertes Gen vor, dessen Vorhandensein vermutlich bei 25 Prozent der wiederkehrenden Venenthrombosen mitverursachend ist, da die Blutgerinnung nicht mehr ausreichend gehemmt wird.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Treten ein oder mehrere der genannten Symptome auf, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Schlagartig einsetzende starke Brustschmerzen, Atemnot und ein Schockzustand machen sofortige ärztliche Hilfe dringend erforderlich
Diagnose |
Die Diagnose wird in erster Linie durch eine Phlebographie gestellt. Dabei wird in die Venen des Beines ein Kontrastmittel gespritzt. Bei der anschließenden Röntgenuntersuchung stellt sich die Thrombose dann dar. Spezielle Untraschalluntersuchungen (Duplex-Sonographie), die Aufschluss über Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses gibt, sind ebenfalls möglich.
Behandlung |
Ziel jeder Therapie ist die Wiederherstellung des Blutflusses. Diese ist jedoch nur innerhalb der ersten zehn Tage nach Entstehung des Thrombus erfolgreich. Möglich sind die Gabe von Thromben ausflösenden Medikamenten (Thrombolyse), eine operative Entfernung des Gerinnsels (Thrombektomie) oder eine Überbrückung der verschlossenen Gefäßabschnitte durch eine Gefäßplastik (Bypass).
Darüber hinaus zielt die Therapie darauf ab, ein weiteres Wachstum des Blutgerinnsels zu verhindern. Zu diesem Zweck wird zunächst intravenös Heparin zur Hemmung der Blutgerinnung verabreicht. Nach etwa einer Woche wird auf andere gerinnungshemmende Medikamente, die oral eingenommen werden können, umgestellt. Diese Therapie sollte mindestens sechs Monate lang erfolgen. Zusätzlich ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen empfehlenswert.
Bei Patienten mit Vorhofflimmern, bei denen noch keine Blutgerinnsel im Herzen nachgewiesen werden konnten, sollte ebenfalls eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten durchgeführt werden.
Bilden sich trotz medikamentöser Behandlung wiederkehrend Thrombosen, besteht die Möglichkeit, eine Art Sieb (Cava-Schirm) in die Hohlvene einzupflanzen. Es verhindert, dass Blutgerinnsel in die Lunge gelangen.
Darüber hinaus zielt die Therapie darauf ab, ein weiteres Wachstum des Blutgerinnsels zu verhindern. Zu diesem Zweck wird zunächst intravenös Heparin zur Hemmung der Blutgerinnung verabreicht. Nach etwa einer Woche wird auf andere gerinnungshemmende Medikamente, die oral eingenommen werden können, umgestellt. Diese Therapie sollte mindestens sechs Monate lang erfolgen. Zusätzlich ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen empfehlenswert.
Bei Patienten mit Vorhofflimmern, bei denen noch keine Blutgerinnsel im Herzen nachgewiesen werden konnten, sollte ebenfalls eine Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten durchgeführt werden.
Bilden sich trotz medikamentöser Behandlung wiederkehrend Thrombosen, besteht die Möglichkeit, eine Art Sieb (Cava-Schirm) in die Hohlvene einzupflanzen. Es verhindert, dass Blutgerinnsel in die Lunge gelangen.
Komplikationen |
Wird eine Thrombose nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu verschiedenen Folgeschäden kommen. Am gefürchtetsten ist die Embolie. Löst sich beispielsweise der Thrombus und gelangt er mit dem Blutstrom durch das Herz in die Lungenarterien, droht eine Lungenembolie. Dabei kommt es zu einer plötzlichen Überlastung des Herzens mit der Gefahr eines Herzstillstandes. Abgeschwemmte Thrombosen aus den tiefen Bein- und Beckenvenen sind für 90 Prozent aller Lungenembolien verantwortlich. Gelangt der Pfropfen in das Gehirn, besteht das Risiko eines Schlaganfalls.
Eine lebensbedrohende Komplikation ist darüber hinaus die Besiedlung des Thrombus mit Bakterien und die Ausbreitung dieser Entzündung auf dem Blutweg (Sepsis).
Weiterer Folgeschaden kann außerdem die Ausbildung von Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris) sein, wenn der Blutabstrom besonders aus den Beinen dauerhaft behindert ist. Diese so genannten „offenen Beine“ haben sehr schlechte Heilungstendenzen.
Nach einer Thrombose entwickelt sich in vielen Fällen eine bleibende Venenschwäche (so genanntes postthrombotisches Syndrom). Folgen sind eine Wassereinlagerung ins Gewebe (Ödem), die Entstehung von Krampfadern (Varizen), die Entzündung der Haut (Dermatitis) und die Bildung von Geschwüren (Ulcera).
Eine lebensbedrohende Komplikation ist darüber hinaus die Besiedlung des Thrombus mit Bakterien und die Ausbreitung dieser Entzündung auf dem Blutweg (Sepsis).
Weiterer Folgeschaden kann außerdem die Ausbildung von Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris) sein, wenn der Blutabstrom besonders aus den Beinen dauerhaft behindert ist. Diese so genannten „offenen Beine“ haben sehr schlechte Heilungstendenzen.
Nach einer Thrombose entwickelt sich in vielen Fällen eine bleibende Venenschwäche (so genanntes postthrombotisches Syndrom). Folgen sind eine Wassereinlagerung ins Gewebe (Ödem), die Entstehung von Krampfadern (Varizen), die Entzündung der Haut (Dermatitis) und die Bildung von Geschwüren (Ulcera).
Prävention |
Grundsätzlich sollten allgemeine Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und die Einnahme der Pille vermieden werden. Nach Operationen ist auf frühzeitige Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Deutlich gesenkt werden kann das Risiko in diesen Fällen außerdem durch eine medikamentöse Prophylaxe. Vor Operationen und nach Entbindungen ist auch das Tragen von Stützstrümpfen ratsam. Nach einer überstandenen Venenthrombose empfiehlt es sich, beispielsweise mit Hilfe eines speziellen Venenkissens, mit hochliegenden Beinen – etwa 15 bis 20 Zentimeter höher als das Herz – zu schlafen.
Was kann ich selbst tun? |
Vermeiden Sie Rauchen, Übergewicht und die Einnahme der Pille. Achten Sie darauf sich vor allem auf Reisen ausreichend zu bewegen und genügend zu trinken. Auch nach Operationen und Entbindungen sollten Sie, wenn möglich, frühzeitig aufstehen.