Was ist Zungenkrebs? |
Unter einem Zungenkrebs wird ein relativ seltener Tumor verstanden, der von der Zunge ausgeht. Die Schleimhäute der Zunge bestehen aus mehreren unverhornten Gewebsschichten (Plattenepithel). Die Mehrheit der Zungentumoren wird daher als „Plattenepithelkarzinome“ bezeichnet.
Grundsätzlich gehört Zungenkrebs zu der großen Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren. Bei den meisten Krebstumoren dieser Art besteht ein Zusammenhang mit einem übermäßigen Tabak- und Alkoholkonsum, der maßgeblich für deren Entstehung verantwortlich ist.
Die Zunge (Lingua) ist ein Organ, das aus mehreren Muskeln besteht und von einer Schleimhaut überzogen ist. Ist der Mund geschlossen, liegen die vorderen zwei Drittel der Zunge dem Gaumen an. Der hintere feste Teil weist zum Rachen, bis zum Kehldeckel herab und wird „Zungengrund“ genannt. Mehr als die Hälfte aller Zungenkrebsfälle treten im mittleren Zungendrittel am Zungenrand auf. Etwa ein Viertel der Tumoren bilden sich im vorderen Zungendrittel und nur etwa ein Fünftel entstehen am Zungengrund. Meist geht das Wachstum der Tumoren mit der Bildung von Geschwüren einher, die sich an anderen Stellen entwickeln. Grundsätzlich werden flache, in der Ebene der Schleimhaut liegende Tumoren und blumenkohlartig über die Schleimhaut herausragende Tumoren, unterschieden.
Zu den hervorstechensten Aufgaben der Zunge gehören die Nahrungsaufnahme, die Geschmackswahrnehmung sowie die Artikulation, also die Lautbildung der menschlichen Sprache. Die besten Heilungsaussichten haben Patienten mit kleinen Tumoren ohne Lymphknotenmetastasen. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt je nach Tumorstadium 60 bis 80 Prozent.
Grundsätzlich gehört Zungenkrebs zu der großen Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren. Bei den meisten Krebstumoren dieser Art besteht ein Zusammenhang mit einem übermäßigen Tabak- und Alkoholkonsum, der maßgeblich für deren Entstehung verantwortlich ist.
Die Zunge (Lingua) ist ein Organ, das aus mehreren Muskeln besteht und von einer Schleimhaut überzogen ist. Ist der Mund geschlossen, liegen die vorderen zwei Drittel der Zunge dem Gaumen an. Der hintere feste Teil weist zum Rachen, bis zum Kehldeckel herab und wird „Zungengrund“ genannt. Mehr als die Hälfte aller Zungenkrebsfälle treten im mittleren Zungendrittel am Zungenrand auf. Etwa ein Viertel der Tumoren bilden sich im vorderen Zungendrittel und nur etwa ein Fünftel entstehen am Zungengrund. Meist geht das Wachstum der Tumoren mit der Bildung von Geschwüren einher, die sich an anderen Stellen entwickeln. Grundsätzlich werden flache, in der Ebene der Schleimhaut liegende Tumoren und blumenkohlartig über die Schleimhaut herausragende Tumoren, unterschieden.
Zu den hervorstechensten Aufgaben der Zunge gehören die Nahrungsaufnahme, die Geschmackswahrnehmung sowie die Artikulation, also die Lautbildung der menschlichen Sprache. Die besten Heilungsaussichten haben Patienten mit kleinen Tumoren ohne Lymphknotenmetastasen. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt je nach Tumorstadium 60 bis 80 Prozent.
Symptome |
Menschen, die unter Zungenkrebs leiden, klagen häufig über ein Fremdkörpergefühl in Mund und Rachen. Auch Schmerzen beim Essen oder Trinken, die meist bis ins Ohr ausstrahlen, sind kennzeichnend für die Erkrankung. Wenn Lymphknotenmetastasen vorliegen, sind diese meist unter dem Unterkiefer oder am Hals zu spüren.
Ursachen |
Die Ursache für die Entstehung von Zungenkrebs ist noch nicht vollständig erforscht. Sicher ist jedoch, dass gewisse Einflüsse von außen eine große Bedeutung haben. Vor allem der Genuss von Tabak in Form von Pfeife-Rauchen ist dazu zu zählen. Kommt noch ein übermäßiger Alkoholgenuss hinzu, wird die schädigende Wirkung noch verstärkt.
Auch chronische Entzündungen der Zungenschleimhaut, die zum Beispiel schlecht sitzende Zahnprothesen auslösen können, sind zu den auslösenden Gründen dieser speziellen Krebserkrankung zu zählen. Eine mangelhafte Mundhygiene fördert zusätzlich die Krebsentstehung.
Auch chronische Entzündungen der Zungenschleimhaut, die zum Beispiel schlecht sitzende Zahnprothesen auslösen können, sind zu den auslösenden Gründen dieser speziellen Krebserkrankung zu zählen. Eine mangelhafte Mundhygiene fördert zusätzlich die Krebsentstehung.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Wenn ein Fremdkörpergefühl in Mund und Rachen verspürt wird oder Schmerzen beim Essen oder Trinken auftreten, die sogar bis ins Ohr ausstrahlen, sollte ein Zahnarzt oder ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Darüber hinaus können leichte Schmerzen im Bereich der Halslymphknoten ein Anzeichen für eine Krebserkrankung sein.
Diagnose |
Der Arzt (vorzugsweise ein Zahnarzt oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt) beginnt die Diagnostik zunächst mit einer gründlichen Befragung des Patienten zu seinen Beschwerden. Danach erfolgt eine körperliche Untersuchung.
Die vorderen zwei Drittel der Zunge erkennt der Arzt schon mit dem bloßen Auge. Durch eine Spiegeluntersuchung kann auch der Zungengrund kontrolliert werden. Der Arzt wird zudem den Tumor abtasten, was oftmals als schmerzhaft empfunden wird. Aus den verdächtigen Strukturen entnimmt er wahrscheinlich Proben für feingewebliche Untersuchungen.
Moderne Schnittbildverfahren können zur Bestimmung der Tumorausdehnung bezüglich der Nachbarstrukturen eingesetzt werden. Dazu gehören die Computertomographie oder auch die Magnetresonanztomographie. Die Halslymphknoten sind dadurch ebenfalls sehr gut zu beurteilen. Dazu kann jedoch auch eine Ultraschalluntersuchung dienen.
Die vorderen zwei Drittel der Zunge erkennt der Arzt schon mit dem bloßen Auge. Durch eine Spiegeluntersuchung kann auch der Zungengrund kontrolliert werden. Der Arzt wird zudem den Tumor abtasten, was oftmals als schmerzhaft empfunden wird. Aus den verdächtigen Strukturen entnimmt er wahrscheinlich Proben für feingewebliche Untersuchungen.
Moderne Schnittbildverfahren können zur Bestimmung der Tumorausdehnung bezüglich der Nachbarstrukturen eingesetzt werden. Dazu gehören die Computertomographie oder auch die Magnetresonanztomographie. Die Halslymphknoten sind dadurch ebenfalls sehr gut zu beurteilen. Dazu kann jedoch auch eine Ultraschalluntersuchung dienen.
Behandlung |
Zur Bekämpfung von Zungenkrebs stehen die Operation und die Strahlentherapie zur Verfügung. In den frühen Stadien der Erkrankung können beide Verfahren alternativ eingesetzt werden. Bei beiden Methoden ist die Heilungs- und Überlebensrate gleich, allerdings können bei der Strahlentherapie funktionell bessere Ergebnisse erzielt werden. Dies gilt jedoch nicht nur für die Behandlung des Tumors, sondern auch für die Therapie von Halslymphknoten. Bei weiter fortgeschrittenen Tumoren werden beide Verfahren kombiniert, was eine ergänzende Wirkung hat.
Operation
Das Ausmaß einer Operation richtet sich nach dem jeweiligen Tumorstadium und der Lokalisation des Tumors. Kleine Tumoren im Bereich des beweglichen Zungenteils lassen sich meist mit einem ausreichenden Sicherheitssaum ohne Komplikationen operativ entfernen. Im Zungengrund gelegene Tumoren, die womöglich schon auf Nachbarstrukturen übergreifen, sind eine größere operative Herausforderung.
Eine ausgedehnte Operation mit teilweiser Entfernung der Zunge und des Unterkiefers ist notwendig, wenn größere Tumoren in den Mundboden oder in Teile des Rachens eingewachsen sind. Derartige Tumoroperationen erfordern spezielles Know-how. Durch eine anschließende Strahlentherapie verbessern sich die Heilungschancen.
Auch die Halslymphknoten müssen in die Behandlung mit einbezogen werden. Eine Halsausräumung (Neck dissection) ist daher die Therapiemethode der ersten Wahl. Wenn Lymphknotenmetastasen bestehen, erfolgt eine radikale Halsausräumung, bei der das ganze Lymphsystem einer Halsseite, die Drosselvene, der Musculus sternokleidomastoideus (der Kopfwender) und das Fettgewebe komplett entfernt werden.
Bei ausgedehnten Tumoren, dem Vorliegen von Lymphknotenmetastasen oder unvollständigen Operationen, erfolgt nach dem chirurgischen Eingriff eine Strahlentherapie des Tumorbereichs sowie der Halslymphbahnen.
Strahlentherapie
Bei einer Strahlentherapie wird zwischen einer primären und einer postoperativen Methode unterschieden. Die Wahl, welches Verfahren letztendlich angewendet wird, hängt von der Tumorart und dem Tumorstadium ab.
Wenn zur Heilung einer Krebserkrankung eine alleinige Bestrahlung eingesetzt wird, handelt es sich um eine primäre Strahlentherapie, die in den frühen Stadien der Erkrankung sinnvoll ist. Hier werden die Halslymphbahnen in Abhängigkeit des Metastasierungsrisikos in die Bestrahlung einbezogen, ohne dass eine Neck dissection zum Einsatz kommt.
Weil das Zielgebiet für die Bestrahlung günstig ist, kommen für die Therapie des Zungenkrebses verschiedene Bestrahlungstechniken in Frage. Auch eine Kombination dieser Techniken ist möglich.
Durch eine postoperative Bestrahlung werden Patienten behandelt, die unter ausgedehnten Tumoren, Lymphknotenmetastasen oder unvollständig entfernten Tumoren leiden. Die Behandlung sollte im Anschluss an die Operation erfolgen.
Eine der Operation vorangehende Bestrahlung (präoperativ) wird nur selten durchgeführt. Wenn der Patient unter einem so großen Tumor leidet, dass dieser für eine Operation zu groß ist oder bereits in Nachbargewebe eingewachsen ist, und nicht komplett beseitigt werden kann, kommt sie zum Einsatz. Der Krebs spricht sehr gut auf dieses Bestrahlung an, jedoch wird die Tumorausdehnung bei der anschließenden Operation meist unterschätzt.
Beide Bestrahlungstechniken (die prä- als auch die postoperative Bestrahlung) werden mit geringeren Dosen als die primäre Bestrahlung durchgeführt. Um die Behandlungen mit Hilfe der Strahlentherapie weiter zu verbessern, werden bereits neue Therapieansätze geprüft.
Operation
Das Ausmaß einer Operation richtet sich nach dem jeweiligen Tumorstadium und der Lokalisation des Tumors. Kleine Tumoren im Bereich des beweglichen Zungenteils lassen sich meist mit einem ausreichenden Sicherheitssaum ohne Komplikationen operativ entfernen. Im Zungengrund gelegene Tumoren, die womöglich schon auf Nachbarstrukturen übergreifen, sind eine größere operative Herausforderung.
Eine ausgedehnte Operation mit teilweiser Entfernung der Zunge und des Unterkiefers ist notwendig, wenn größere Tumoren in den Mundboden oder in Teile des Rachens eingewachsen sind. Derartige Tumoroperationen erfordern spezielles Know-how. Durch eine anschließende Strahlentherapie verbessern sich die Heilungschancen.
Auch die Halslymphknoten müssen in die Behandlung mit einbezogen werden. Eine Halsausräumung (Neck dissection) ist daher die Therapiemethode der ersten Wahl. Wenn Lymphknotenmetastasen bestehen, erfolgt eine radikale Halsausräumung, bei der das ganze Lymphsystem einer Halsseite, die Drosselvene, der Musculus sternokleidomastoideus (der Kopfwender) und das Fettgewebe komplett entfernt werden.
Bei ausgedehnten Tumoren, dem Vorliegen von Lymphknotenmetastasen oder unvollständigen Operationen, erfolgt nach dem chirurgischen Eingriff eine Strahlentherapie des Tumorbereichs sowie der Halslymphbahnen.
Strahlentherapie
Bei einer Strahlentherapie wird zwischen einer primären und einer postoperativen Methode unterschieden. Die Wahl, welches Verfahren letztendlich angewendet wird, hängt von der Tumorart und dem Tumorstadium ab.
Wenn zur Heilung einer Krebserkrankung eine alleinige Bestrahlung eingesetzt wird, handelt es sich um eine primäre Strahlentherapie, die in den frühen Stadien der Erkrankung sinnvoll ist. Hier werden die Halslymphbahnen in Abhängigkeit des Metastasierungsrisikos in die Bestrahlung einbezogen, ohne dass eine Neck dissection zum Einsatz kommt.
Weil das Zielgebiet für die Bestrahlung günstig ist, kommen für die Therapie des Zungenkrebses verschiedene Bestrahlungstechniken in Frage. Auch eine Kombination dieser Techniken ist möglich.
Durch eine postoperative Bestrahlung werden Patienten behandelt, die unter ausgedehnten Tumoren, Lymphknotenmetastasen oder unvollständig entfernten Tumoren leiden. Die Behandlung sollte im Anschluss an die Operation erfolgen.
Eine der Operation vorangehende Bestrahlung (präoperativ) wird nur selten durchgeführt. Wenn der Patient unter einem so großen Tumor leidet, dass dieser für eine Operation zu groß ist oder bereits in Nachbargewebe eingewachsen ist, und nicht komplett beseitigt werden kann, kommt sie zum Einsatz. Der Krebs spricht sehr gut auf dieses Bestrahlung an, jedoch wird die Tumorausdehnung bei der anschließenden Operation meist unterschätzt.
Beide Bestrahlungstechniken (die prä- als auch die postoperative Bestrahlung) werden mit geringeren Dosen als die primäre Bestrahlung durchgeführt. Um die Behandlungen mit Hilfe der Strahlentherapie weiter zu verbessern, werden bereits neue Therapieansätze geprüft.
Komplikationen |
Wie bereits erwähnt, gehört Zungenkrebs zu den Kopf-Hals-Tumoren. Bei Patienten mit Tumoren dieser Art treten oftmals Zweitkarzinome der so genannten „Schluck-Rauch-Straße“ auf. Dies müssen die Betroffenen bei der Nachsorge beachten.
Prävention |
Durch einen Verzicht auf das Pfeife-Rauchen sowie übermäßigen Alkoholgenuss, kann der Entstehung von Zungenkrebs erfolgreich vorgebeugt werden.
Was kann ich selbst tun? |
Auch nach einer Operation ist der Patient noch in einer schwierigen Lage. Er muss sich mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sich sein Leben verändert hat. Eine bessere Lebensweise ist sinnvoll. Das beinhaltet vor allem die Umstellung der Ernährung. Zusätzlich ist es ratsam, konsequent auf Alkohol zu verzichten und das Rauchen aufzugeben.
Viele Menschen haben Angst vor einem neuerlichen Auftreten des Krebses und leiden daher unter Schlafstörungen, innerer Anspannung und Nervosität. Gespräche mit Angehörigen oder Freunden können oftmals helfen. Natürlich kann auch professionelle Hilfe durch einen Therapeuten angebracht sein.
Trotz der umfangreichen Behandlung sollte Sport getrieben werden. Er fördert das Wohlbefinden und stärkt den Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit sowie das Selbstwertgefühl des Patienten.
Wenn der Krebs nicht geheilt werden kann und auch andere Organe von Metastasen befallen werden, leidet der Patient meist unter Schmerzen. Daher ist eine gut ausgerichtete Schmerztherapie sinnvoll. Sie kann einiges bewirken ohne zusätzliche Schäden zu verursachen.
Viele Betroffene wünschen sich eine Betreuung zu Hause, wenn eine Heilung der Krankheit nicht mehr möglich ist. Durch die Pflegeversicherung stehen ihnen finanzielle Leistungen und fachliche Unterstützung zu.
Viele Menschen haben Angst vor einem neuerlichen Auftreten des Krebses und leiden daher unter Schlafstörungen, innerer Anspannung und Nervosität. Gespräche mit Angehörigen oder Freunden können oftmals helfen. Natürlich kann auch professionelle Hilfe durch einen Therapeuten angebracht sein.
Trotz der umfangreichen Behandlung sollte Sport getrieben werden. Er fördert das Wohlbefinden und stärkt den Glauben an die eigene Leistungsfähigkeit sowie das Selbstwertgefühl des Patienten.
Wenn der Krebs nicht geheilt werden kann und auch andere Organe von Metastasen befallen werden, leidet der Patient meist unter Schmerzen. Daher ist eine gut ausgerichtete Schmerztherapie sinnvoll. Sie kann einiges bewirken ohne zusätzliche Schäden zu verursachen.
Viele Betroffene wünschen sich eine Betreuung zu Hause, wenn eine Heilung der Krankheit nicht mehr möglich ist. Durch die Pflegeversicherung stehen ihnen finanzielle Leistungen und fachliche Unterstützung zu.