Was ist Gürtelrose (Herpes zoster)? |
Die Gürtelrose wird auch als Herpes zoster bezeichnet und ist eine Virusinfektion, die mit Schmerzen, Empfindungsstörungen und Hautausschlag einhergeht. Die Bezeichnung Gürtelrose leitet sich von der Anordnung des Ausschlags und der Ausstrahlung der Schmerzen ab, die im Allgemeinen gürtelförmig im Bereich von Brustkorb oder Bauchraum auftreten. Auslöser ist das Varicella-Zoster-Virus aus der Familie der Herpes-Viren. Beim Erstkontakt (meist im Kindesalter) verursacht das Varicella-Zoster-Virus Windpocken. Jahre später verursacht es bei nochmaligem Kontakt oder einer Reaktivierung die Gürtelrose. Wer noch nicht an Windpocken erkrankt war, kann sich bei Patienten mit Gürtelrose mit dem Virus infizieren und dann die Windpocken, aber keine Gürtelrose, bekommen.
Symptome |
Eine Gürtelrose beginnt mit brennenden, juckenden Schmerzen im Bereich der zu den betroffenen Nervenbahnen gehörenden Hautstellen und geht mit Sensibilitätsstörungen einher. Schon die Berührung der Haut im befallenen Bereich verursacht starke Schmerzen. Die Nervenbahnen der Haut bilden typischer Weise einen von der Wirbelsäule Richtung Brustbein gehenden Halbkreis um den Körper. Die starken Schmerzen sowie der nachfolgende Hautausschlag entsprechen den Nervenbahnen und sind fast immer halbseitig.
Häufig leiden die Betroffenen schon vorher, sonst begleitend unter einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit leichtem Fieber, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. In seltenen Fällen können auch die Lymphknoten geschwollen sein.
Zwei bis drei Tage nach Beginn der starken Schmerzen kommt an den betroffenen Stellen der typische Ausschlag hinzu: gruppenförmig angeordnete Knötchen, die sich in stecknadelkopf- bis erbsengroße Bläschen umwandeln. Der Ausschlag erinnert etwas an Windpocken, ist aber auf einen bestimmten Bereich begrenzt.
Nach drei bis fünf Tagen hat der Ausschlag seinen Höhepunkt erreicht. Die Blasen platzen auf, es entstehen kleine Wunden, die nach und nach von Schorf bedeckt werden, der später abfällt. Die Bläschen können sich aber auch zurückbilden und verkrusten. Bei manchen Menschen dauert diese Phase nur 7 bis 14 Tage, bei anderen kann sie bis zu einem Monat dauern. Der Inhalt der Bläschen ist ansteckend.
Bei manchen Betroffenen können Wochen oder Monate später erneut Schmerzen an den ehemals betroffenen Körperstellen auftreten. Diese Schmerzen nennt man "postherpetische Neuralgie". Die Wahrscheinlichkeit für diese Neuralgie nimmt mit dem Alter zu.
Häufig leiden die Betroffenen schon vorher, sonst begleitend unter einem allgemeinen Krankheitsgefühl mit leichtem Fieber, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. In seltenen Fällen können auch die Lymphknoten geschwollen sein.
Zwei bis drei Tage nach Beginn der starken Schmerzen kommt an den betroffenen Stellen der typische Ausschlag hinzu: gruppenförmig angeordnete Knötchen, die sich in stecknadelkopf- bis erbsengroße Bläschen umwandeln. Der Ausschlag erinnert etwas an Windpocken, ist aber auf einen bestimmten Bereich begrenzt.
Nach drei bis fünf Tagen hat der Ausschlag seinen Höhepunkt erreicht. Die Blasen platzen auf, es entstehen kleine Wunden, die nach und nach von Schorf bedeckt werden, der später abfällt. Die Bläschen können sich aber auch zurückbilden und verkrusten. Bei manchen Menschen dauert diese Phase nur 7 bis 14 Tage, bei anderen kann sie bis zu einem Monat dauern. Der Inhalt der Bläschen ist ansteckend.
Bei manchen Betroffenen können Wochen oder Monate später erneut Schmerzen an den ehemals betroffenen Körperstellen auftreten. Diese Schmerzen nennt man "postherpetische Neuralgie". Die Wahrscheinlichkeit für diese Neuralgie nimmt mit dem Alter zu.
Ursachen |
Auslöser der Gürtelrose ist das Varicella-Zoster-Virus, das als Tropfeninfektion übertragen wird. Beim Erstkontakt führt das Virus zu den bekannten Windpocken, an sich eine harmlose Kinderkrankheit. Das Virus kann jedoch über Jahrzehnte in bestimmten Bereichen des Nervensystems überleben, ohne dass Krankheitszeichen vorhanden sind. Kommt es zu einer Schwächung des Immunsystems, wird das Virus reaktiviert und erreicht über sensible Nervenbahnen die Haut. Es entsteht eine Gürtelrose, die immer auf das Versorgungsgebiet des betroffenen Nerven beschränkt ist. Zu beachten ist, dass Herpes Zoster immer durch Reaktivierung und nicht durch eine Zweitinfektion ausgelöst wird.
Auffallend häufig erkranken Patienten mit Störungen des Immunsystems, zum Beispiel auf Grund von AIDS oder Krebserkrankungen, an einer Gürtelrose. Aber auch starker Stress oder starke seelische Belastungen können als Auslöser für das Auftreten der Erkrankung verantwortlich sein.
Menschen, die bereits eine Windpockeninfektion durchgemacht haben, können sich in der Regel nicht bei einer an der Gürtelrose infizierten Person anstecken. Wer noch keinen Kontakt mit dem Windpockenvirus hatte, kann sich dagegen infizieren, erkrankt dann aber nicht an Herpes zoster sondern an Windpocken.
Auffallend häufig erkranken Patienten mit Störungen des Immunsystems, zum Beispiel auf Grund von AIDS oder Krebserkrankungen, an einer Gürtelrose. Aber auch starker Stress oder starke seelische Belastungen können als Auslöser für das Auftreten der Erkrankung verantwortlich sein.
Menschen, die bereits eine Windpockeninfektion durchgemacht haben, können sich in der Regel nicht bei einer an der Gürtelrose infizierten Person anstecken. Wer noch keinen Kontakt mit dem Windpockenvirus hatte, kann sich dagegen infizieren, erkrankt dann aber nicht an Herpes zoster sondern an Windpocken.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Wenn Sie den Verdacht haben, an einer Gürtelrose erkrankt zu sein, sollten Sie in jedem Fall und so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen.
Diagnose |
Die Diagnose kann in der Regel schon auf Grund der Befragung des Patienten bezüglich der Symptome gestellt werden. Findet der Arzt kleine Bläschen auf geröteter Haut, die halbseitig begrenzt auftreten und von Schmerzen und Empfindungsstörungen begleitet werden, ist die Diagnose klar. Zusätzlich kann der Facharzt Zellen von einem Bläschengrund entnehmen und mikroskopisch auf typische Zellveränderungen untersuchen oder eine Blutuntersuchung zum Nachweis spezifischer Antikörper gegen das Zoster-Virus durchführen. Bei klarem Befund und unkompliziertem Verlauf ist diese weiterführende Diagnostik jedoch nicht notwendig.
Treten allerdings Symptome wie Bewusstseinsstörungen oder an den Beinen beginnende Lähmungen auf, die auf einen Befall des Gehirns beziehungsweise des Rückenmarkes hinweisen, sind Liquor-Untersuchungen für die Verlaufsbeurteilungen notwendig.
Da die Gürtelrose ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem ist, sollten insbesondere jüngere Patienten sorgfältig auf Hinweise für Krebserkrankungen oder andere schwere Erkrankungen untersucht werden.
Treten allerdings Symptome wie Bewusstseinsstörungen oder an den Beinen beginnende Lähmungen auf, die auf einen Befall des Gehirns beziehungsweise des Rückenmarkes hinweisen, sind Liquor-Untersuchungen für die Verlaufsbeurteilungen notwendig.
Da die Gürtelrose ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem ist, sollten insbesondere jüngere Patienten sorgfältig auf Hinweise für Krebserkrankungen oder andere schwere Erkrankungen untersucht werden.
Behandlung |
Eine sehr erfolgreiche Behandlung besteht in der medikamentösen Therapie mit antiviralen Mitteln, wie Aciclovir, Famciclovir oder Valaciclovir. Durch eine frühzeitige Behandlung mit diesen Medikamenten kann es schon innerhalb weniger Stunden zu Schmerzfreiheit sowie einem Abblassen der Hautrötung kommen. Aber auch ohne Behandlung heilt die Gürtelrose normalerweise in zwei bis vier Wochen ab. Sinnvoll ist auf jeden Fall eine Behandlung der Schmerzen. Lokal können spezielle Puder und Lösungen, die Lokalanästhetika enthalten, helfen. Gleichzeitig haben diese Mittel eine austrocknende und desinfizierende Wirkung, wodurch eine bakterielle Infektion als Folgekrankheit vermeiden werden soll.
Bei Patienten, die nach dem Abheilen der Gürtelrose unter Nervenschmerzen in dem betroffenen Gebiet leiden (Zoster-Neuralgie), beginnt die Behandlung mit leichten Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Paracetamol. Zeigen diese keine oder nur eine unzureichende Wirkung, muss zumindest übergangsweise auf starke Schmerzmittel oder auch auf Beruhigungsmittel zurückgegriffen werden. Häufig haben trizyklischen Antidepressiva eine bessere Wirkung als Schmerzmittel erwiesen. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit besteht in der Akupunktur.
Bei Patienten, die nach dem Abheilen der Gürtelrose unter Nervenschmerzen in dem betroffenen Gebiet leiden (Zoster-Neuralgie), beginnt die Behandlung mit leichten Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Paracetamol. Zeigen diese keine oder nur eine unzureichende Wirkung, muss zumindest übergangsweise auf starke Schmerzmittel oder auch auf Beruhigungsmittel zurückgegriffen werden. Häufig haben trizyklischen Antidepressiva eine bessere Wirkung als Schmerzmittel erwiesen. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit besteht in der Akupunktur.
Komplikationen |
Komplikationen treten nur in seltenen Fällen auf. Meistens sind davon stark immungeschwächte Menschen betroffen. Die gefährlichste Komplikation besteht in einer lebensbedrohlichen Ausbreitung der Gürtelrose, dem Zoster generalisatus, auf den gesamten Körper einschließlich innerer Organe.
Bei einigen Patienten kommt es zu einem Befall von Gehirn (Zosterenzephalitis), Hirnhäuten (Zoster meningealis) oder Rückenmark (Zostermyelitis). Bei einer Mitbeteiligung der Nervenwurzeln oder Nerven kann sich eine Lähmung infolge des Guillan-Barre-Syndrom beziehungsweise eine Polyneuropathie entwickeln, die zu Sensibilitätsstörungen und Schmerzen in Armen und Beinen führt.
Treten Komplikationen am zentralen Nervensystem, also an Gehirn und Rückenmark, mit Halbseiten- oder Querschnittsyndromen auf, kann die Erkrankung tödlich verlaufen.
Auch ein Zoster im Gesichtsbereich ist gefährlich, da dabei die Augen in Mitleidenschaft gezogen werden können. Die Bläschen können sich auf der Augenhornhaut bilden und damit die Hornhaut anhaltend schädigen, wodurch das Sehvermögen beeinträchtigt werden kann.
Auch die Ohren können betroffen sein. In diesem Bereich bleibt die Gürtelrose oft unerkannt, weil sich die typischen Bläschen nur im Gehörgang zeigen. Als Folge können Störungen des Gleichgewichts sowie Schwindelgefühle auftreten. Wird der Herpes Zoster nicht erkannt und bleibt unbehandelt, besteht die Gefahr von Schwerhörigkeit und Ertaubung. Bei bis zu 60 Prozent der Patienten mit einer Gürtelrose im Ohrbereich kommt es zu einer Gesichtslähmung, die sich gelegentlich nur unvollständig zurückbildet. Eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur kann auch bei einer Gürtelrose am Hals auftreten.
Eine häufige Komplikation ist die postzosterische Neuralgie (PZN), die durch anhaltende Schmerzen sowie Berührungsempfindlichkeit in dem Hautbereich, der von der Gürtelrose betroffen war, gekennzeichnet ist. Ungefähr ein Viertel der Patienten mit Gürtelrose hat noch vier Wochen nach Krankheitsausbruch derartige Beschwerden. Mit zunehmenden Alter steigt die Gefahr, eine postzosterische Neuralgie zu entwickeln.
Bei einigen Patienten kommt es zu einem Befall von Gehirn (Zosterenzephalitis), Hirnhäuten (Zoster meningealis) oder Rückenmark (Zostermyelitis). Bei einer Mitbeteiligung der Nervenwurzeln oder Nerven kann sich eine Lähmung infolge des Guillan-Barre-Syndrom beziehungsweise eine Polyneuropathie entwickeln, die zu Sensibilitätsstörungen und Schmerzen in Armen und Beinen führt.
Treten Komplikationen am zentralen Nervensystem, also an Gehirn und Rückenmark, mit Halbseiten- oder Querschnittsyndromen auf, kann die Erkrankung tödlich verlaufen.
Auch ein Zoster im Gesichtsbereich ist gefährlich, da dabei die Augen in Mitleidenschaft gezogen werden können. Die Bläschen können sich auf der Augenhornhaut bilden und damit die Hornhaut anhaltend schädigen, wodurch das Sehvermögen beeinträchtigt werden kann.
Auch die Ohren können betroffen sein. In diesem Bereich bleibt die Gürtelrose oft unerkannt, weil sich die typischen Bläschen nur im Gehörgang zeigen. Als Folge können Störungen des Gleichgewichts sowie Schwindelgefühle auftreten. Wird der Herpes Zoster nicht erkannt und bleibt unbehandelt, besteht die Gefahr von Schwerhörigkeit und Ertaubung. Bei bis zu 60 Prozent der Patienten mit einer Gürtelrose im Ohrbereich kommt es zu einer Gesichtslähmung, die sich gelegentlich nur unvollständig zurückbildet. Eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur kann auch bei einer Gürtelrose am Hals auftreten.
Eine häufige Komplikation ist die postzosterische Neuralgie (PZN), die durch anhaltende Schmerzen sowie Berührungsempfindlichkeit in dem Hautbereich, der von der Gürtelrose betroffen war, gekennzeichnet ist. Ungefähr ein Viertel der Patienten mit Gürtelrose hat noch vier Wochen nach Krankheitsausbruch derartige Beschwerden. Mit zunehmenden Alter steigt die Gefahr, eine postzosterische Neuralgie zu entwickeln.
Prävention |
Die beste Maßnahme, die Gürtelrose durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus zu verhindern, besteht in einer Stärkung des Immunsystems.
Was kann ich selbst tun? |
Sie sollten die von der Gürtelrose betroffenen Hautstellen trocken und sauber halten. Vermeiden Sie das Aufkratzen der Bläschen, da dies die Infektionsgefahr der Haut steigert. Während der Erkrankung sollte Sie sich schonen.