Was ist Neurodermitis? |
Die Neurodermitis, auch endogenes Ekzem genannt, ist eine dauerhafte, immer wieder auftretende und juckende Entzündung der Haut. Sie ist eine der häufigsten allergischen Hauterkrankungen basierend auf einer genetisch bedingten Immunreaktion.
Symptome zeigen sich häufig schon im Säuglings- oder Kleinkindesalter, aber auch in höherem Alter kann diese Krankheit auftreten. Beschwerdefreie Zeiträume werden durch Krankheitsausbrüche verschiedenen Schweregrades unterbrochen. Eine Heilung ist nicht möglich, lediglich ein Ausbleiben der Symptome.
In der Regel sind Gesicht, Hals, Nacken, Dekolleté, Ellenbogen, Handrücken, Kniekehlen und Unterschenkel betroffen, was sich bei etwa 30 Prozent der Erwachsenen und 50 Prozent der Kinder, die sich in Hautpraxen vorstellen, äußert. Generell gehören Kinder, deren Eltern oder Geschwister unter Allergien oder Asthma leiden, zur Risikogruppe der bei etwa vier Prozent der Bevölkerung auftretenden Erkrankung.
Symptome zeigen sich häufig schon im Säuglings- oder Kleinkindesalter, aber auch in höherem Alter kann diese Krankheit auftreten. Beschwerdefreie Zeiträume werden durch Krankheitsausbrüche verschiedenen Schweregrades unterbrochen. Eine Heilung ist nicht möglich, lediglich ein Ausbleiben der Symptome.
In der Regel sind Gesicht, Hals, Nacken, Dekolleté, Ellenbogen, Handrücken, Kniekehlen und Unterschenkel betroffen, was sich bei etwa 30 Prozent der Erwachsenen und 50 Prozent der Kinder, die sich in Hautpraxen vorstellen, äußert. Generell gehören Kinder, deren Eltern oder Geschwister unter Allergien oder Asthma leiden, zur Risikogruppe der bei etwa vier Prozent der Bevölkerung auftretenden Erkrankung.
Symptome |
Die Symptome einer Neurodermitis sind meist abhängig vom Alter des Patienten. In jedem Alter finden sich jedoch trockene Haut und Haare. Die Symptome verändern sich häufig im Laufe des Lebens.
Der oft quälende Juckreiz ist das wichtigste Symptom der Neurodermitis. Durch das Kratzen können Hautbakterien leicht zu Entzündungen der Haut führen. Häufig mit Papeln, Rötungen und Verkrustungen befallen sind die Ellenbeugen, Kniekehlen, Nacken, Fußrücken und Hände. Auch der Ausfall der seitlichen Augenbrauen sowie eingerissene Mundwinkel werden beobachtet.
Im Kindesalter sind die Symptome oft schlimmer. Im Säuglingsalter können sich ein roter Ausschlag, Milchschorf auf der Kopfhaut, am Hals und zur Windelregion hin ausbreiten. Auch die Rückseite der Arme und Beine ist meist betroffen. Im Erwachsenenalter bessert sich in der Regel die Krankheit.
Viele Patienten leiden unter so genannten atopischen Stigmata. Das können dunkle Augenränder, Furchen unter den Augen, Risse an den Ohrläppchen und ein Juckreiz beim Schwitzen oder durch direkten Kontakt mit Wolle sein.
Der oft quälende Juckreiz ist das wichtigste Symptom der Neurodermitis. Durch das Kratzen können Hautbakterien leicht zu Entzündungen der Haut führen. Häufig mit Papeln, Rötungen und Verkrustungen befallen sind die Ellenbeugen, Kniekehlen, Nacken, Fußrücken und Hände. Auch der Ausfall der seitlichen Augenbrauen sowie eingerissene Mundwinkel werden beobachtet.
Im Kindesalter sind die Symptome oft schlimmer. Im Säuglingsalter können sich ein roter Ausschlag, Milchschorf auf der Kopfhaut, am Hals und zur Windelregion hin ausbreiten. Auch die Rückseite der Arme und Beine ist meist betroffen. Im Erwachsenenalter bessert sich in der Regel die Krankheit.
Viele Patienten leiden unter so genannten atopischen Stigmata. Das können dunkle Augenränder, Furchen unter den Augen, Risse an den Ohrläppchen und ein Juckreiz beim Schwitzen oder durch direkten Kontakt mit Wolle sein.
Ursachen |
Für eine Neurodermitis ist ein ganzes Bündel auslösender Ursachen denkbar, doch für jeden Betroffenen sind andere von Bedeutung. Zu den auslösenden Faktoren zählen die Jahreszeit, das Klima, psychischer Stress, Hautreizung, Allergene und Infekte. Bei einigen Betroffenen leiden auch nahe Verwandte an Neurodermitis, Asthma oder Allergien.
Die Entstehung der Krankheit ist trotz aller wissenschaftliche Fortschritte noch immer nicht ganz geklärt. Gesichert ist, dass mehrere Faktoren zusammenspielen und dass eine erbliche Veranlagung besteht.
Folge der Krankheit ist in jedem Fall eine Unterfunktion der Talg- und Schweißdrüsen, welche über einen allergischen Zwischenschritt zu intensivem Juckreiz führt.
Die Entstehung der Krankheit ist trotz aller wissenschaftliche Fortschritte noch immer nicht ganz geklärt. Gesichert ist, dass mehrere Faktoren zusammenspielen und dass eine erbliche Veranlagung besteht.
Folge der Krankheit ist in jedem Fall eine Unterfunktion der Talg- und Schweißdrüsen, welche über einen allergischen Zwischenschritt zu intensivem Juckreiz führt.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Die Behandlung der Neurodermitis gehört in die Hände von Fachärzten. Bei ersten Anzeichen eines veränderten und juckenden Hautbildes kann der Allergologe einiges tun, um die Anzahl und Schwere der Schübe zu verringern und die Lebensqualität des Patienten zu erhöhen.
Neigen beide Eltern zu Allergien oder Neurodermitis, sollten sie schon im Säuglingsalter mit ihrem Kind einen Facharzt aufsuchen.
Neigen beide Eltern zu Allergien oder Neurodermitis, sollten sie schon im Säuglingsalter mit ihrem Kind einen Facharzt aufsuchen.
Diagnose |
Die Diagnose wird meist anhand des typischen Krankheitsbildes gestellt. Außerdem sind Allergietestungen sinnvoll, um Auslösefaktoren aufzudecken, die zu Verschlimmerungen der Neurodermitis führen. Diese können im Kindesalter Nahrungsmittel, im späteren Leben eher Pollen von Bäumen und Gräsern oder auch Hausstaubmilben sein.
Behandlung |
Akute Phasen der Neurodermitis (deutlich sichtbare Hautrötung mit Bläschen, Papeln und starkem Juckreiz) lassen sich von chronischen Phasen unterscheiden, in denen die Haut nicht mehr so stark gerötet, aber dennoch trocken ist und zuweilen juckt. Dieser Unterschied ist für die Behandlung von grundlegender Bedeutung.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Medizin ist Neurodermitis nicht heilbar. Die Hauterscheinungen können aber gelindert oder zur Abheilung gebracht werden. Für jeden Neurodermitis-Patienten muss dafür ein individueller Behandlungsplan aufgestellt werden.
Beim akuten Neurodermitisschub sind Kortison-Präparate immer noch der Standard. Kortison ist ein körpereigener Stoff, der bei jedem Menschen in der Nebennierenrinde gebildet wird. In der Medizin wird Kortison vor allem verwendet, um akute Entzündungen zu beseitigen.
Eine Kortisonbehandlung wirkt meist sofort und mit großem Erfolg. Sie ist wegen ihrer Nebenwirkungen aber nicht zur Langzeitanwendung geeignet. Bei langfristiger, konzentrierter und unsachgemäßer Anwendung kann sie nämlich eine Verdünnung der Oberhaut, Streifenbildung, ein Aussprossen von kleinen Gefäßen, Hautausschlag und allgemeine Nebenwirkungen hervorrufen, gerade bei Kindern.
Bei sehr starkem Juckreiz können antiallergische Medikamente wie Antihistaminpräparate eingesetzt werden, am besten abends. Manche dieser Medikamente machen jedoch müde.
Ein vielversprechender Weg ist die Klimatherapie. Die zur Behandlung der Schuppenflechte entwickelte Lichttherapie zeigt vielfach auch bei Neurodermitis günstige Ergebnisse. Bei der selektiven UV-Therapie (SUP-Therapie) kann sich in den ersten Wochen der Juckreiz manchmal verschlechtern, bevor eine Besserung eintritt. Bei der so genannten UVAPUR-Behandlung, bei der nur langwelliges UVA-Licht abgestrahlt wird, ist der Juckreiz geringer. In Einzelfällen können auch Eigenblutinjektionen oder Akupunktur helfen.
Als Merksatz bei der Behandlung der Neurodermitis gilt: „Behandeln nur, wenn man muss, und pflegen, solange man kann.“ Entscheidend ist aber, dass der Patient allen widrigen Begleiterscheinungen zum Trotz seine Krankheit annimmt und mit ihr leben lernt.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Medizin ist Neurodermitis nicht heilbar. Die Hauterscheinungen können aber gelindert oder zur Abheilung gebracht werden. Für jeden Neurodermitis-Patienten muss dafür ein individueller Behandlungsplan aufgestellt werden.
Beim akuten Neurodermitisschub sind Kortison-Präparate immer noch der Standard. Kortison ist ein körpereigener Stoff, der bei jedem Menschen in der Nebennierenrinde gebildet wird. In der Medizin wird Kortison vor allem verwendet, um akute Entzündungen zu beseitigen.
Eine Kortisonbehandlung wirkt meist sofort und mit großem Erfolg. Sie ist wegen ihrer Nebenwirkungen aber nicht zur Langzeitanwendung geeignet. Bei langfristiger, konzentrierter und unsachgemäßer Anwendung kann sie nämlich eine Verdünnung der Oberhaut, Streifenbildung, ein Aussprossen von kleinen Gefäßen, Hautausschlag und allgemeine Nebenwirkungen hervorrufen, gerade bei Kindern.
Bei sehr starkem Juckreiz können antiallergische Medikamente wie Antihistaminpräparate eingesetzt werden, am besten abends. Manche dieser Medikamente machen jedoch müde.
Ein vielversprechender Weg ist die Klimatherapie. Die zur Behandlung der Schuppenflechte entwickelte Lichttherapie zeigt vielfach auch bei Neurodermitis günstige Ergebnisse. Bei der selektiven UV-Therapie (SUP-Therapie) kann sich in den ersten Wochen der Juckreiz manchmal verschlechtern, bevor eine Besserung eintritt. Bei der so genannten UVAPUR-Behandlung, bei der nur langwelliges UVA-Licht abgestrahlt wird, ist der Juckreiz geringer. In Einzelfällen können auch Eigenblutinjektionen oder Akupunktur helfen.
Als Merksatz bei der Behandlung der Neurodermitis gilt: „Behandeln nur, wenn man muss, und pflegen, solange man kann.“ Entscheidend ist aber, dass der Patient allen widrigen Begleiterscheinungen zum Trotz seine Krankheit annimmt und mit ihr leben lernt.
Komplikationen |
Ein Teil der Betroffenen entwickelt mit zunehmendem Alter eine andere Erkrankung wie Asthma oder ein höheres Risiko für Bronchitis oder Allergien. Bei nur 50 Prozent der erkrankten Kinder heilt das Ekzem in der Jugendzeit aus. Bei den übrigen hält die Krankheit ein Leben lang an oder bricht im Laufe der Jahre wieder aus.
In schweren Fällen sondert das Ekzem unter Bildung von gelben Bläschen Flüssigkeit ab. Dann ist es mit Bakterien infiziert und bedarf dringend ärztlicher Zuwendung.
Auch Maßnahmen, die das tägliche Leben betreffen, stellen nun eine größere Herausforderung dar. Auf die Pflege der Haut, Ernährung, Stressbewältigung, Wohnraumgestaltung und Haustierhaltung muss nun gesondert geachtet werden.
In schweren Fällen sondert das Ekzem unter Bildung von gelben Bläschen Flüssigkeit ab. Dann ist es mit Bakterien infiziert und bedarf dringend ärztlicher Zuwendung.
Auch Maßnahmen, die das tägliche Leben betreffen, stellen nun eine größere Herausforderung dar. Auf die Pflege der Haut, Ernährung, Stressbewältigung, Wohnraumgestaltung und Haustierhaltung muss nun gesondert geachtet werden.
Prävention |
Da die Veranlagung einer Neurodermitis von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird, ist eine Prävention nicht wirklich möglich. Grundsätzlich sollten Eltern, die beide zu Allergien oder Neurodermitis neigen, mit ihrem Kind schon im Babyalter zu einem Allergologen gehen. Auch kann der Verzicht auf gewisse Nahrungsmittel wie Eier oder Kuhmilch während der Still- und Kleinkindzeit das Allergierisiko des Kindes vermindern.
Sind Sie bereits an Neurodermitis erkrankt, können Sie lediglich Maßnahmen ergreifen, um die Symptome zu mildern und zu verhindern, dass eine Verschlimmerung der Hautentzündung eintritt. Wichtig ist die Vermeidung individueller Auslösefaktoren und konsequente Hautpflege zur Verhinderung von Austrocknung und Juckreiz. Patienten mit Neurodermitis sollten Kleidung aus Baumwolle tragen. Vermeiden Sie Wolle oder synthetische Stoffe, in denen Sie schwitzen.
Sind Sie bereits an Neurodermitis erkrankt, können Sie lediglich Maßnahmen ergreifen, um die Symptome zu mildern und zu verhindern, dass eine Verschlimmerung der Hautentzündung eintritt. Wichtig ist die Vermeidung individueller Auslösefaktoren und konsequente Hautpflege zur Verhinderung von Austrocknung und Juckreiz. Patienten mit Neurodermitis sollten Kleidung aus Baumwolle tragen. Vermeiden Sie Wolle oder synthetische Stoffe, in denen Sie schwitzen.
Was kann ich selbst tun? |
In erster Linie sollten Sie Auslösefaktoren vermeiden, um eine konsequent Austrocknung und Juckreiz zu verhindern. Außerdem sollten Sie die Anordnung Ihres Arztes zur vorsichtigen Pflege Ihrer Haut befolgen.
Bei der Hautpflege sollten Sie häufiges Baden und Duschen vermeiden und nur nichtalkalische Hautreinigungsmittel verwenden, danach ist die Haut mit fetthaltiger Salbe nachzufetten. Auch intensive Sonnenbestrahlung und Schwimmbäder sollten Sie meiden. Das Tragen atmungsaktiver Stoffe ist genauso wie das Nutzen von Bettwäsche mit Baumwollfüllung zu empfehlen.
Auf die Ernährung sollten Sie ebenfalls achten. Eine spezielle Diät ist nicht erforderlich, jedoch auf Nikotin- und Alkoholkarenz ist zu achten. Bei familiär belasteten Neugeborenen ist das ausschließliche Stillen für mindestens sechs Monate zu empfehlen.
Bei der Hautpflege sollten Sie häufiges Baden und Duschen vermeiden und nur nichtalkalische Hautreinigungsmittel verwenden, danach ist die Haut mit fetthaltiger Salbe nachzufetten. Auch intensive Sonnenbestrahlung und Schwimmbäder sollten Sie meiden. Das Tragen atmungsaktiver Stoffe ist genauso wie das Nutzen von Bettwäsche mit Baumwollfüllung zu empfehlen.
Auf die Ernährung sollten Sie ebenfalls achten. Eine spezielle Diät ist nicht erforderlich, jedoch auf Nikotin- und Alkoholkarenz ist zu achten. Bei familiär belasteten Neugeborenen ist das ausschließliche Stillen für mindestens sechs Monate zu empfehlen.