Was ist eine Herzmuskelentzündung? |
Unter einer Herzmuskelentzündung, in der Fachsprache Myokarditis genannt, wird eine akute oder chronische Entzündung des Herzmuskels verstanden, die auch den Herzbeutel betreffen kann.
Durch die Entzündung wird die Kontraktionsfähigkeit des Herzens gestört und geschwächt, was zu einem Leistungsabfall und dadurch zu Herzschwäche (Herzinsuffiziens) mit eingeschränkter Funktion führt. Zu ungefähr 80 Prozent sind Viren der Auslöser der Erkrankung.
Eine Myokarditis ist bei etwa 20 Prozent der Erkrankungsfälle die Ursache für einen plötzlichen Tod bei Erwachsenen vor dem 40. Lebensjahr. Sie kann in jedem Alter auftreten, heilt jedoch in der Regel ohne Probleme aus.
Durch die Entzündung wird die Kontraktionsfähigkeit des Herzens gestört und geschwächt, was zu einem Leistungsabfall und dadurch zu Herzschwäche (Herzinsuffiziens) mit eingeschränkter Funktion führt. Zu ungefähr 80 Prozent sind Viren der Auslöser der Erkrankung.
Eine Myokarditis ist bei etwa 20 Prozent der Erkrankungsfälle die Ursache für einen plötzlichen Tod bei Erwachsenen vor dem 40. Lebensjahr. Sie kann in jedem Alter auftreten, heilt jedoch in der Regel ohne Probleme aus.
Symptome |
Patienten mit einer Herzmuskelentzündung klagen zu Beginn der Erkrankung häufig über eine allgemeine körperliche Schwäche und Müdigkeit. Hinzu kommen meist Gliederschmerzen und Gewichtsverlust. In manchen Fällen berichten die Betroffenen auch über Herzstolpern, Herzrasen oder auch von einem Stechen im Brustkorb sowie geschwollenen Beinen.
Bereits kleinste Anstrengungen können zu einer starken Atemnot führen, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist. Einer durch Viren erworbenen Myokarditis geht meist zwei Wochen zuvor eine Durchfallerkrankung oder Erkältung voraus.
Bereits kleinste Anstrengungen können zu einer starken Atemnot führen, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist. Einer durch Viren erworbenen Myokarditis geht meist zwei Wochen zuvor eine Durchfallerkrankung oder Erkältung voraus.
Ursachen |
Eine Herzmuskelentzündung überträgt sich in der Regel durch Viren oder auch Bakterien. Es ist erwiesen, dass 80 Prozent der Erkrankungen von den so genannten Coxsackievieren ausgelöst werden. Auch eine Entstehung durch Adeno-, Influenza-, Masern- oder Herpesviren ist möglich.
Die Krankheit wird meist nach einem grippalen Infekt oder einer Durchfallerkrankung hervorgerufen. Zu den Bakterien die eine Myokarditis zur Folge haben können, zählen Borrelien sowie die Erreger von Scharlach und Diphterie.
Die Entzündung kann jedoch auch durch Medikamente, Drogen wie Kokain, Autoimmunerkrankungen (HIV) oder Strahlentherapien entstehen.
Zu einer Myokarditis kommt es vermutlich dadurch, dass sich die körpereigene Immunabwehr gegen den eigenen Herzmuskel richtet.
Die Krankheit wird meist nach einem grippalen Infekt oder einer Durchfallerkrankung hervorgerufen. Zu den Bakterien die eine Myokarditis zur Folge haben können, zählen Borrelien sowie die Erreger von Scharlach und Diphterie.
Die Entzündung kann jedoch auch durch Medikamente, Drogen wie Kokain, Autoimmunerkrankungen (HIV) oder Strahlentherapien entstehen.
Zu einer Myokarditis kommt es vermutlich dadurch, dass sich die körpereigene Immunabwehr gegen den eigenen Herzmuskel richtet.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Wenn Sie bereits zuvor unter einer Herzschwäche gelitten haben und erneut eine Schwellung der Beine, Kurzatmigkeit oder andere Anzeichen einer beginnenden Herzmuskelentzündung verspüren oder zum Beispiel eine vorausgegangene Durchfallerkrankung oder auch einen grippalen Infekt durchgemacht haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es ist wichtig, eine Herzmuskelentzündung so früh wie möglich zu behandeln, um einen guten Therapieerfolg zu erreichen und mögliche Komplikationen zu vermeiden.
Diagnose |
Um eine fachgerechte Diagnose stellen zu können, werden verschiedene Untersuchungsmethoden kombiniert:
- Viren im Blut nachzuweisen ist schwierig. Ein Nachweis von Bakterien ist jedoch durch eine Blutuntersuchung möglich. Auch Entzündungsanzeichen sind dabei zu erkennen.
- Röntgenbilder zeigen mögliche Ausdehnungen des Herzens.
- Durch eine Ultraschalluntersuchung erkennt der Arzt Vergrößerungen der Herzhöhle oder eventuelle Flüssigkeitsansammlungen (Perikarderguss).
- Auch das EKG liefert Hinweise auf eine Entzündung durch eine eventuell erhöhte Herzfrequenz des Patienten.
- Um wirklich sicher zu gehen, kann es sinnvoll sein, Gewebe mit Hilfe eines Herzkatheters aus dem Herzen zu entnehmen. Durch solche Untersuchungen, die in spezialisierten Herzzentren vorgenommen werden, zeigt sich bei etwa 80 Prozent der Patienten der genaue Grund der Erkrankung.
Behandlung |
Für Patienten die unter einer Herzmuskelentzündung leiden, ist die beste Eigentherapie die Einhaltung körperlicher Schonung während einer stationären Behandlung. Halten sich Patienten nicht an diese Verordnung, drohen Komplikationen und Rückfälle.
Eine bestehende Herzschwäche wird mit Harn treibenden Medikamenten, ACE-Hemmern und Betarezeptorenblockern behandelt. Ist ein Virus die Ursache der Erkrankung, helfen keine Arzneimittel. Eine bakterielle Ursache hingegen lässt sich mit der Einnahme von Antibiotika therapieren.
Zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten bei Myokarditis sind die Gabe von Mitteln gegen die Schmerzen im Brustkorb, die medikamentöse Therapie von auftretenden Herzrhythmusstörungen und das Absaugen von entstandener Flüssigkeit im Herzen.
Eine wirksame Maßnahme kann die Transplantation des Herzens sein, wenn das Pumpversagen nicht zu stoppen ist. Leiden gerade jüngere Patienten unter starken Beschwerden dieser Art, sollte rechtzeitig ein Herzschrittmacher oder Defibrillator, der die Herzmuskelstörung durch Stromstöße unterschiedlicher Stärke beseitigt, eingesetzt werden.
Eine bestehende Herzschwäche wird mit Harn treibenden Medikamenten, ACE-Hemmern und Betarezeptorenblockern behandelt. Ist ein Virus die Ursache der Erkrankung, helfen keine Arzneimittel. Eine bakterielle Ursache hingegen lässt sich mit der Einnahme von Antibiotika therapieren.
Zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten bei Myokarditis sind die Gabe von Mitteln gegen die Schmerzen im Brustkorb, die medikamentöse Therapie von auftretenden Herzrhythmusstörungen und das Absaugen von entstandener Flüssigkeit im Herzen.
Eine wirksame Maßnahme kann die Transplantation des Herzens sein, wenn das Pumpversagen nicht zu stoppen ist. Leiden gerade jüngere Patienten unter starken Beschwerden dieser Art, sollte rechtzeitig ein Herzschrittmacher oder Defibrillator, der die Herzmuskelstörung durch Stromstöße unterschiedlicher Stärke beseitigt, eingesetzt werden.
Komplikationen |
In der Regel heilt eine Herzmuskelentzündung ohne Folgen aus. Es sind jedoch Fälle bekannt, bei denen die Betroffenen innerhalb von kurzer Zeit an Herzrhythmusstörungen oder an einer akuten Schwäche des Herzens verstorben sind.
Ein großes Problem stellt eine Herzvergrößerung mit eingeschränkter Pumpfunktion (dilative Kardiomyopathie) dar, welche bei ungefähr zehn Prozent der Fälle mit chronischer Myokarditis vorkommt. Bei dieser Komplikation der Herzmuskelentzündung sterben nach zehn Jahren 70 Prozent der Patienten.
Ein großes Problem stellt eine Herzvergrößerung mit eingeschränkter Pumpfunktion (dilative Kardiomyopathie) dar, welche bei ungefähr zehn Prozent der Fälle mit chronischer Myokarditis vorkommt. Bei dieser Komplikation der Herzmuskelentzündung sterben nach zehn Jahren 70 Prozent der Patienten.
Prävention |
Zur Vorbeugung einer Herzmuskelentzündung ist es wichtig, sich bei einer Erkältung mit Fieber körperlich zu schonen. Sport sollte tabu sein. Oftmals kommt es durch eine Infektion, die nicht vollständig auskuriert wurde, zu einer Infektion der Herzmuskels durch Viren und Bakterien aus dem Blut.
Eine Schutzimpfung, zum Beispiel gegen die Coxsackie-Viren, ist derzeit noch nicht bekannt.
Eine Schutzimpfung, zum Beispiel gegen die Coxsackie-Viren, ist derzeit noch nicht bekannt.
Was kann ich selbst tun? |
Wenn Sie unter einer Erkältung leiden, ist ausreichender Schlaf zur Wiederherstellung der Körperfunktionen angebracht. Auch eine ausgewogene Ernährung wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.
Ein sportliches Training trotz einer beginnenden Erkältungskrankheit kann die Symptome verschlimmern und zum so genannten „Verschleppen“ der Erkrankung führen.
Ein sportliches Training trotz einer beginnenden Erkältungskrankheit kann die Symptome verschlimmern und zum so genannten „Verschleppen“ der Erkrankung führen.