Dengue-Fieber

Was ist Dengue-Fieber?

Bei dem Dengue-Fieber handelt es sich um eine in den Tropen weit verbreitete Virusinfektion, die durch Mückenstiche der Aedes-Mücke übertragen wird. Es zählt zu den hämorrhagischen Fiebern, was bedeutet, dass der betroffene Patient zu Blutungen neigt.

Die Zahl der Erkrankungsfälle liegt nachweislich bei 30 bis 60 Millionen pro Jahr, wobei das Fieber einzeln oder in Epidemien auftritt. Die Virusinfektion kommt im Pazifikraum, in der Karibik, in Afrika sowie in Mittel- und Südamerika vor.

Auch in Europa oder den USA wird die Krankheit heutzutage durch Urlaubsreisende ins Land gebracht. Die Anzahl der Erkrankungen wird hierzulande auf 3000 jährlich geschätzt.

Nach dem heutigen Infektionsschutzgesetz ist der geringste Krankheitsverdacht, die Erkrankung und der Tod als Folge, namentlich zu melden.
 
 

Symptome

Das Dengue-Fieber verläuft meist in zwei Phasen. In der ersten wird von dem Dengueartigen Syndrom gesprochen, welches sich durch grippeähnliche Anzeichen äußert. Dazu gehören hohes Fieber, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Kreislaufbeschwerden, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Durchfall. Häufig folgt ein vorübergehender Hautausschlag.

Das nächste Stadium (Dengue-Schock-Syndrom) betrifft zwar in erster Linie Kinder, kann manchmal aber auch Erwachsene befallen. Nach einer durchgestandenen ersten Krankheitsphase, folgt etwa drei Tage danach ein zweiter Schub. Nun kommt es zu Blutungen der inneren Organe, Bluterbrechen oder blutigen Durchfällen, die kennzeichnend für einen hämorrhagischen Verlauf der Erkrankung sind.

Meist besteht ein hoher Flüssigkeitsverlust. Sind die Blutungen sehr stark, kann ein Schock auftreten in dessen Folge vor allem die infizierten Kinder versterben.

Nach einem Mückenstich dauert es bis zum Ausbruch der Krankheit etwa zwei bis acht Tage.
 
 

Ursachen

Die Infektion erfolgt über den Stich der Überträgermücke (verschiedene Arten der Aedes-Mücke). Der Erreger ist das Dengue-Virus, wobei der Mensch das natürliche Virus-Reservoir darstellt. Somit wird der Erreger durch den Stich der Mücke von Mensch zu Mensch übertragen.

Die Moskitos stechen bevorzugt tagsüber und am frühen Abend. Sie brüten nicht nur in großen Gewässern, sondern nutzen auch Wasseransammlungen in Töpfen, kleinen Wasserbecken oder Astlöcher.

Nach der Übertragung auf den Menschen, vermehren sich die Erreger und führen zu dem typischen Bild der Erkrankung.
 
 

Wann ist ein Arzt aufzusuchen?

Für Patienten, die sich zum Beispiel während einer Urlaubreise in einem Land wie Afrika, der Karibik oder Mittel- und Südamerika aufgehalten haben und einige Wochen nach der Rückkehr unter grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen oder Durchfall leiden, ist es zwingend erforderlich, einen Arzt aufzusuchen.

Besonders Eltern sollten nicht lange zögern, wenn ihr Kind diese Erscheinungen zeigt. Kinder sind besonders durch den schweren Krankheitsverlauf des Dengue-Fiebers gefährdet, was durch eine hohe Sterblichkeitsrate nachgewiesen ist.
 
 

Diagnose

Die Diagnose der Erkrankung erfolgt in erster Linie durch einen Erregernachweis im Blut des Patienten, aber auch durch die Symptomatik und die Krankheitsvorgeschichte.

Dabei können die grippeartigen Symptome dem Arzt durchaus eine Malaria-Infektion vermuten lassen, wenn der Patient sich zuvor in entsprechend gefährdeten Gebieten aufgehalten hat. Zudem kann er die Erkrankung besonders in ihrer zweiten Phase leicht mit anderen hämorrhagischen Fieberkrankheiten verwechseln, was eine gründliche Diagnose noch zwingender erfordert.
 
 

Behandlung

Da es sich bei dem Dengue-Fieber um eine Virusinfektion handelt, gibt es keine gegen das Fieber gerichtete Medikation. Die Behandlung erfolgt aus diesem Grund symptomatisch. Eine absolute Bettruhe ist die Vorraussetzung einer raschen Gesundung.

Akut kranke Patienten benötigen fortlaufend Hilfe und gute Pflege. Leiden Sie unter starkem Fieber, ist ein ausreichender Flüssigkeitsersatz von äußerster Wichtigkeit. Auch Schmerz- oder Beruhigungsmittel sowie Fieber senkende Arzneien sind hilfreich und werden vom Arzt verschrieben.

Patienten, die an Dengue-Fieber erkrankt sind, unterliegen der ärztlichen Überwachung und werden oftmals intensivmedizinisch im Krankenhaus behandelt.
 
 

Komplikationen

Die größte Komplikation die während eines Dengue-Fiebers auftreten kann, ist die hämorrhagische Krankheitsform bei Kindern. Durch die oftmals starken Blutungen der Organe, liegt die Kindessterblichkeit bei etwa 30 Prozent. Die tödlich verlaufende Form der Krankheit betrifft meistens Kinder bis zu einem Jahr.

Erwachsene sind davon weniger betroffen. Die Sterblichkeitsrate liegt fast bei null Prozent.
 
 

Prävention

Eine Impfung gegen das Dengue-Fieber ist nicht möglich. Es besteht jedoch die Möglichkeit, eine Infektion aktiv zu vermeiden.

Mückengitter an den Fenstern, Klimaanlagen, Moskitonetze über dem Bett und bedeckende Kleidung sind daher angebracht. Während des Tages und besonders am frühen Abend ist bei Aufenthalten im Freien besondere Vorsicht geboten. Sie gilt in erster Linie für kleine Kinder. Auch Sprays gegen Moskitos bieten einen guten Schutz.

Wenn sich in der nahen Umgebung Mückenbrutplätze in Wasseransammlungen befinden, ist es ratsam, sie zu zerstören oder mit Insektengift zu bekämpfen.

Einige Fälle haben gezeigt, dass eine Impfung gegen Gelbfieber oftmals auch eine Immunität gegen das Dengue-Fieber aufweist.
 
 

Was kann ich selbst tun?

Wenn Sie unter dem Dengue-Fieber leiden, ist absolute Bettruhe wichtig, um dem Körper Ruhe und Zeit zur Regeneration zu gönnen.

Viel Flüssigkeit zu trinken, ist bei Fieber grundsätzlich ratsam. Vom Arzt verordnete Medikamente wie Schmerzmittel, sind nach Anweisung einzunehmen.