Was ist Gicht? |

Gicht ist eigentlich ein Sammelbegriff: Er steht für eine Stoffwechselstörung und die daraus entstehenden Folgeerkrankungen. Der Harnsäurespiegel im Blut ist erhöht, die Harnsäurekristalle lagern sich in verschiedenen Körpergeweben ab, an Gelenken – vor allem am Großzehengrundgelenk – kann es zum „Gichtanfall“ kommen.
Symptome |
Gicht verläuft in vier Phasen,wobei die letzte Phase inzwischen eher selten auftritt, da die Gicht meistens rechtzeitig effektiv behandelt werden kann.
Eine lange Zeit merkt der Betroffene nichts von seiner Erkrankung. Im Körper sammelt sich zunächst die Harnsäure, und das verursacht keine Beschwerden. Daher wird diese Zeitspanne auch als asymptomatische Phase bezeichnet.
Mit steigender Harnsäurekonzentration im Blut steigt gleichzeitig die Gefahr eines Gichtanfalls. Er betrifft in den meisten Fällen das Großzehengrundgelenk. Die Patienten können auf dem betroffenen Fuß nicht richtig auftreten. Das Gelenk ist rot verfärbt und schmerzt bei jeder Berührung. Der Patient befindet sich in der Phase der Erstmanifestation seiner Erkrankung.
Nach Abklingen des Anfalls folgt die interkritische Phase. Sie dauert bis zum nächsten Gichtanfall an. Bis dahin vergehen Monate, manchmal sogar Jahre, in denen der Patient beschwerdefrei bleibt. Doch von Gichtanfall zu Gichtanfall verkürzt sich der Zeitabstand spürbar.
Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sie schließlich in die chronische Phase münden. Der Patient leidet an unaufhörlichen Schmerzen. Die Gelenke sind verändert. Röntgenaufnahmen machen das sichtbar. An den Sehnenansätzen in Gelenknähe bilden sich Gichtknoten (Gichttophi), also schmerzlose knotige Gebilde derber Beschaffenheit von einem Zentimeter Durchmesser. Sie befinden sich unmittelbar unter der Haut und enthalten eine weiße Masse, die aus Harnsäure besteht. Gichtknoten können außerdem am Rand des Ohrknorpels entstehen.
Eine lange Zeit merkt der Betroffene nichts von seiner Erkrankung. Im Körper sammelt sich zunächst die Harnsäure, und das verursacht keine Beschwerden. Daher wird diese Zeitspanne auch als asymptomatische Phase bezeichnet.
Mit steigender Harnsäurekonzentration im Blut steigt gleichzeitig die Gefahr eines Gichtanfalls. Er betrifft in den meisten Fällen das Großzehengrundgelenk. Die Patienten können auf dem betroffenen Fuß nicht richtig auftreten. Das Gelenk ist rot verfärbt und schmerzt bei jeder Berührung. Der Patient befindet sich in der Phase der Erstmanifestation seiner Erkrankung.
Nach Abklingen des Anfalls folgt die interkritische Phase. Sie dauert bis zum nächsten Gichtanfall an. Bis dahin vergehen Monate, manchmal sogar Jahre, in denen der Patient beschwerdefrei bleibt. Doch von Gichtanfall zu Gichtanfall verkürzt sich der Zeitabstand spürbar.
Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sie schließlich in die chronische Phase münden. Der Patient leidet an unaufhörlichen Schmerzen. Die Gelenke sind verändert. Röntgenaufnahmen machen das sichtbar. An den Sehnenansätzen in Gelenknähe bilden sich Gichtknoten (Gichttophi), also schmerzlose knotige Gebilde derber Beschaffenheit von einem Zentimeter Durchmesser. Sie befinden sich unmittelbar unter der Haut und enthalten eine weiße Masse, die aus Harnsäure besteht. Gichtknoten können außerdem am Rand des Ohrknorpels entstehen.
Ursachen |
Es gibt zwei Arten von Gicht: die primäre Form und die sekundäre Form. Die primäre Gicht ist eine Stoffwechselstörung, die in der Vererbung ihre Ursache hat. So scheiden die Nieren der Betroffenen entweder nur unzureichend Harnsäure aus, oder ihr Körper neigt zur vermehrten Harnsäurebildung. Allerdings ist Letzteres eher selten anzutreffen.
Harnsäure ist ein Abfallstoff des Purinstoffwechsels: Purine kommen unter anderem in allen tierischen Zellen vor. Purinhaltige Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, aber auch Hülsenfrüchte und Bier hinterlassen nach ihrer Verwertung durch den menschlichen Körper Harnsäure, die dann über den Urin ausgeschieden werden muss. Da Purine zugleich Bestandteil der menschlichen Zellen sind, bildet sich Harnsäure auch im Rahmen des Zellstoffwechsels, also unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
Für die sekundäre Gicht sind verschiedene Begleiterkrankungen verantwortlich. Hierzu zählen Nieren- und Tumorerkrankungen sowie Blutarmut und ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Harntreibende Arzneien und exzessives Fasten haben unter Umständen den gleichen Effekt.
Harnsäure ist ein Abfallstoff des Purinstoffwechsels: Purine kommen unter anderem in allen tierischen Zellen vor. Purinhaltige Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, aber auch Hülsenfrüchte und Bier hinterlassen nach ihrer Verwertung durch den menschlichen Körper Harnsäure, die dann über den Urin ausgeschieden werden muss. Da Purine zugleich Bestandteil der menschlichen Zellen sind, bildet sich Harnsäure auch im Rahmen des Zellstoffwechsels, also unabhängig von der Nahrungsaufnahme.
Für die sekundäre Gicht sind verschiedene Begleiterkrankungen verantwortlich. Hierzu zählen Nieren- und Tumorerkrankungen sowie Blutarmut und ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Harntreibende Arzneien und exzessives Fasten haben unter Umständen den gleichen Effekt.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Grundsätzlich gilt: Bei jedem Gichtanfall sollte der Betroffene einen Arzt konsultieren. Aber auch, wenn nur ein Verdacht auf Gicht besteht, gehören Sie in ärztliche Behandlung. Menschen, in deren Familie bereits Fälle von Gicht bekannt geworden sind, kann nur geraten werden, den Harnsäurespiegel im Blut regelmäßig kontrollieren zu lassen. Das hilft unter Umständen, einer Erkrankung vorzubeugen.
Diagnose |
Da die Beschwerden bei einem Gichtanfall sehr charakteristisch sind, genügt dem Arzt meistens die Beschreibung des Leidens durch den Patienten und ein Blick auf die schmerzende Körperpartie, um zur Diagnose zu gelangen. Solange der Patient keine Symptome verspürt, führt nur die Blutuntersuchung auf die Spur einer erhöhten Harnsäurekonzentration. Das chronische Krankheitsstadium erkennt der Arzt anhand der Gichtknoten und der Gelenkveränderungen, die mit Hilfe einer Röntgenaufnahme sichtbar werden.
Behandlung |
Die Therapie muss in zwei Richtungen wirken: Zunächst einmal geht es darum, den akuten Gichtanfall zu behandeln. Dies geschieht mit Kolchizin, einem Zellgift, das streng dosiert werden muss. Jede Stunde erhält der Patient eine bestimmte Menge der Arznei – und zwar solange, bis die Schmerzen abklingen. Allerdings führt der Wirkstoff in manchen Fällen zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall, dann muss er abgesetzt werden.
Sind die Schmerzen nicht ganz so stark, verschaffen auch nicht-steroidale Antirheumatika Linderung.
In der Folgezeit konzentriert sich die Behandlung darauf, mit Hilfe einer Dauertherapie das chronische Krankheitsstadium zu vermeiden. Sie beginnt sofort nach Abklingen eines Gichtanfalls mit der Gabe von Urikosurika und Urikostatika. Urikosurika fördern die Ausscheidung von Harnsäure. Urikostatika hemmen die Bildung von Harnsäure im Organismus.
Sind die Schmerzen nicht ganz so stark, verschaffen auch nicht-steroidale Antirheumatika Linderung.
In der Folgezeit konzentriert sich die Behandlung darauf, mit Hilfe einer Dauertherapie das chronische Krankheitsstadium zu vermeiden. Sie beginnt sofort nach Abklingen eines Gichtanfalls mit der Gabe von Urikosurika und Urikostatika. Urikosurika fördern die Ausscheidung von Harnsäure. Urikostatika hemmen die Bildung von Harnsäure im Organismus.
Komplikationen |
Ohne eine effektive Therapie kann Gicht zu einer chronischen Erkrankung werden – mit schwerwiegenden Folgen. Die Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken zerstört den Knochen und verursacht Gelenkveränderungen, die nicht rückgängig gemacht werden können. Harnsäureablagerungen sorgen außerdem für Schäden in den Nieren und fördern die Bildung von Nierensteinen. Nierensteine treten aber auch ohne eine Gicht der Gelenke auf.
Prävention |
Es ist ganz wichtig, dass Sie dem erhöhten Harnsäurespiegel vorbeugen. Dies können Sie mit Hilfe der Nahrung, die Sie zu sich nehmen, oder besser: meiden. Reduzieren Sie unbedingt Ihren Fleischkonsum. Auch Hülsenfrüchte sollten Sie sich nicht zu oft schmecken lassen. Alkohol und Fett sind ebenfalls problematisch. Trinken Sie viel, zirka zwei Liter am Tag, das verbessert die Ausscheidung der Harnsäure, und reduzieren Sie Ihr Körpergewicht.
Was kann ich selbst tun? |
Wenn bei Ihnen Gicht diagnostiziert wurde, dann sollten Sie unbedingt über bestimmte „Ernährungssünden“ nachdenken. Halten Sie sich an die Ernährungstipps, die Ihr Arzt Ihnen mit auf den Weg gegeben hat. Bedenken Sie, dass eine unangemessene Lebensweise den Behandlungserfolg behindert und dass die Spätfolgen einer Gichterkrankung die Lebensqualität wesentlich stärker einschränken, als bestimmte Diätvorschriften.