Hautkrebs

Was ist Hautkrebs (Basaliom)?

Unter einem Basaliom versteht man einen so genannten semimalignen (halbbösartigen) Tumor der Haut. Es handelt sich um eine Hautveränderung, von der besonders lichtexponierte Stellen des Körpers betroffen sind. Der Tumor bleibt in der Regel lokal beschränkt. Es kommt zu keiner Metastasierung, weshalb diese Tumorform als semimaligne bezeichnet wird.

Starke Sonnenbestrahlung, besonders in Zusammenhang mit einer entsprechenden genetischen Disposition, kann diese bösartige Hautveränderung hervorrufen. Sie macht sich zu Beginn nur durch ein kleines Knötchen, das der Hautfarbe der betroffenen Person gleicht, bemerkbar und wächst sehr langsam über mehrere Monate oder Jahre. Meistens sind ältere Menschen ab dem 60. Lebensjahr betroffen, doch auch jüngere Menschen können bei entsprechender erblicher Vorbelastung an einem Basaliom erkranken. Es kommt in vielgestaltiger Ausprägung vor, von knotig-solide bis schuppend, doch charakteristisch sind die perlschnurartigen Knoten, die sich häufig am Rand des Tumors befinden. Im Normalfall bleibt es hautfarben, aber auch gelbliche, grau-rötliche und braune bis schwarze Basaliome sind möglich. Bei einer operativen Behandlung oder einer Strahlentherapie sind die Heilungsaussichten normalerweise sehr gut.
 
 

Symptome

Ein Basaliom wird meistens erst relativ spät erkannt, da die Symptome lange unerkannt bleiben. Die oberflächlichen Hautveränderungen sind zu Beginn sehr gering und der Tumor wächst äußerst langsam über Monate oder sogar Jahre, so dass er von der betroffenen Person erst in einem relativ späten Stadium ernst genommen wird. Im Normalfall verursacht ein Basaliom keine Schmerzen. Die unterschiedlichen Formen des Hauttumors führen zu verschiedenen äußeren Erscheinungsbildern.

Zum einen spricht man vom Basalioma nodosum. Bei dieser Form wächst der Tumor in Form eines Knotens, der die Größe einer Haselnuss erreichen kann. Typischerweise wird er von bleibend erweiterten, geschlängelt verlaufenden oberen Blutgefäßen begleitet, die sich sichtbar unter der Haut abzeichnen.

Außerdem kommt das Basalioma ulcerans vor. Hier gleicht der Tumor einer oberflächlichen, krustigen Hautverletzung, die nicht abheilt. Im Laufe der Zeit vergrößert sich diese Hautveränderung und es kommt zu Knötchen entlang des Randes. Das Basalioma planum ist dieser Form sehr ähnlich, doch scheint es plötzlich abzuheilen. Erkannt werden kann es aber ebenfalls an dem perlschnurartigen Randwall.

Das Basaliom macht sich oft in Form eines Lidtumors bemerkbar. Meistens sind der innere Lidwinkel und das Unterlid betroffen. Typisch ist in diesem Fall der Verlust der Wimpern.
 
 

Ursachen

Als Hauptursache gilt intensive und langfristige Sonnenbestrahlung. Dazu gehört auch der Besuch von Solarien. Häufige Fernreisen in sonnenreiche Länder begünstigen ebenfalls die Entstehung bösartiger Hautveränderungen. Außerdem gelten eine entsprechende genetische Disposition sowie Kontakt mit Arsen als Ursachen für das Entstehen eines Basalioms.
 
 

Wann ist ein Arzt aufzusuchen?

Auf Grund des schleichenden Wachstums des Tumors ist es schwierig, den richtigen Zeitpunkt, an dem ein Arzt aufgesucht werden sollte, abzupassen. Generell gilt jedoch, dass bei Verdacht auf ein Basaliom oder eine andere krankhafte Hautveränderung der Rat eines Hautarztes eingeholt werden sollte. Insbesondere schlecht verheilende Hautverletzungen benötigen die Überprüfung durch einen Facharzt.
 
 

Diagnose

Die Diagnose wird durch einen Hautarzt gestellt. Im Allgemeinen bieten die charakteristischen Hautveränderungen Aufschluss darüber, ob es sich um ein Basaliom handelt. Zusätzlich kann die feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe erfolgen.
 
 

Behandlung

Die gängigsten Formen der Behandlung sind die Operation oder die Bestrahlung der betroffenen Stelle. Anhand der Größe und der Lage des Tumors sowie der individuellen Voraussetzungen des Patienten bestimmen die behandelnden Ärzte die Art der Therapieform.

Fällt die Entscheidung zugunsten eine Operation, wird der Tumor und das angrenzende Gebiet operativ entfernt. Die relativ großflächige Entfernung ist notwendig, da möglicherweise auch Hautareale, die äußerlich nicht durch den Tumor gekennzeichnet sind, von ihm befallen sind. Die Untersuchung der Ränder der entfernten Haut zeigt, ob diese bereits tumorfrei sind, oder ob ein noch größeres Gebiet ausgeschnitten werden muss. Je nach Größe sind möglicherweise weitere chirurgische Maßnahmen wie Transplantationen von anderen Körperteilen notwendig, um die betroffene Stelle zu verschließen.

Ist eine Operation nicht ratsam, kann die Bestrahlung des Tumors als Therapieform gewählt werden. In diesem Fall wird kein Gewebe operativ entfernt, so dass ein Verschließen der Wunde nach erfolgter Behandlung nicht nötig ist. Bei der Bestrahlung eines Tumors am Auge muss darauf geachtet werden, die strahlenempfindlichen Bereiche des Auges nicht zu schädigen.

Relativ neu ist ferner die Behandlung des Basalioms durch Kryotherapie. In diesem Fall wird der Tumor vereist, doch die therapiebedingten Hautveränderungen können oft nicht von Rezidiven des Basalioms (erneutes Auftreten des Tumors) unterschieden werden.

Für jeden Patienten, der einmal an einem Basaliom erkrankt ist, gilt, dass regelmäßige Kontrolluntersuchungen unerlässlich sind. Die Bildung neuer Tumore kann nicht ausgeschlossen werden und sollte frühzeitig durch einen Arzt diagnostiziert werden.
 
 

Komplikationen

Wird ein Basaliom nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, kann es dazu kommen, dass der Tumor in die Tiefe wächst und Knochen und Knorpel zerstört. Entstellungen können die Folge sein. Bei unzureichend behandelten Lidtumoren ist außerdem der Verlust des Auges möglich. Eine Metastasierung, das heißt die Weiterverbreitung der Tumorzellen im Körper, kommt nicht vor.
 
 

Prävention

Da langfristige Sonnenbestrahlung die Hauptursache für das Entstehen eines Basalioms zu sein scheint, ist starke Besonnung der Haut zu vermeiden. Dazu gehört nicht nur das sommerliche Sonnenbad, sondern auch der regelmäßige Besuch von Solarien. Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor schützen unbekleidete Hautpartien vor übermäßiger Bestrahlung und beugen somit einem Basaliom vor.
 
 

Was kann ich selbst tun?

Die Anzahl der Basaliom-Erkrankungen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dieser Anstieg liegt im vermehrten Besuch von Solarien und der hohen Beliebtheit von Fernreisen in sonnenreiche Länder begründet. Um sich selbst zu schützen, können Sie so weit wie möglich auf intensive Sonnenbäder verzichten. Da man selbstverständlich nicht vollkommen auf den Aufenthalt in der Sonne verzichten soll und kann, ist darauf zu achten, dass unbekleidete Körperstellen mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden.