Was ist Hodenkrebs? |
Hodenkrebs bezeichnet eine Gewebswucherung, die von den Keimzellen des Mannes (Spermien) ausgeht. Dieser Krebs gilt als bösartig, da er sich ohne Behandlung schnell auf andere Organe ausbreiten kann.
Hodenkrebs ist jedoch eine eher seltene Krebserkrankung des Mannes, allerdings die häufigste bösartige Tumorerkrankung von Männern im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Gleichzeitig ist Hodenkrebs die Krebserkrankung mit den besten Heilungschancen. Auch in den fortgeschrittenen Tumorstadien und bei Befall von Körperorganen kann Hodenkrebs geheilt werden.
Hodentumoren lassen sich prinzipiell zwei großen Tumorgruppen zuordnen: den Seminomen (etwa 35 Prozent) und den Nichtseminomen (etwa 65 Prozent). Die Feststellung der Gruppe ist wichtige Grundlage für die Wahl der Behandlungsmethode.
Hodenkrebs ist jedoch eine eher seltene Krebserkrankung des Mannes, allerdings die häufigste bösartige Tumorerkrankung von Männern im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Gleichzeitig ist Hodenkrebs die Krebserkrankung mit den besten Heilungschancen. Auch in den fortgeschrittenen Tumorstadien und bei Befall von Körperorganen kann Hodenkrebs geheilt werden.
Hodentumoren lassen sich prinzipiell zwei großen Tumorgruppen zuordnen: den Seminomen (etwa 35 Prozent) und den Nichtseminomen (etwa 65 Prozent). Die Feststellung der Gruppe ist wichtige Grundlage für die Wahl der Behandlungsmethode.
Symptome |
Typische Beschwerden im Anfangsstadium einer Tumorerkrankung des Hodens sind eine schmerzlose oder schmerzhafte, überwiegend einseitige Schwellung des Hodens oder eine Verhärtung, die vom Betroffenen selbst zu ertasten ist. Daneben können ziehende Hodenschmerzen oder ein Schweregefühl des betroffenen Hodens auftreten. Ein Schweregefühl oder ein Ziehen in der Leistengegend zählen ebenfalls zu den frühen Symptomen.
Bei fortgeschrittener Erkrankung sind Rückenschmerzen durch vergrößerte Lymphknoten im Bauchraum möglich. Zudem ist eine zunehmende Vergrößerung des Hodens sowie eine Vergrößerung oder Schmerzhaftigkeit der Brustdrüsen zu beobachten.
Bei fortgeschrittener Erkrankung sind Rückenschmerzen durch vergrößerte Lymphknoten im Bauchraum möglich. Zudem ist eine zunehmende Vergrößerung des Hodens sowie eine Vergrößerung oder Schmerzhaftigkeit der Brustdrüsen zu beobachten.
Ursachen |
Die genaue Ursache für Hodenkrebs ist derzeit nicht bekannt. Es wurde jedoch bereits festgestellt, dass die Erkrankung bei Männern, die im Kindesalter an einem Hodenhochstand (eine Störung des normalen Abstiegs der Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack) litten, häufiger auftritt als bei anderen Männern. Eine frühe operative Korrektur kann dieses Risiko lediglich etwas senken.
Als weitere Risikofaktoren gelten Hodenatrophie (Unterentwicklung des Hodens) sowie Infertilität (Unfruchtbarkeit). Hinzu kommt, dass Männer, die bereits auf einer Seite Hodenkrebs hatten, auch ein erhöhtes Risiko haben, auf der anderen Seite Hodenkrebs zu entwickeln. Neben dieser Tatsache weist auch eine beobachtete familiäre Häufung (Vater, Bruder) von Hodenkrebs auf den Einfluss genetischer Faktoren hin.
Als weitere Risikofaktoren gelten Hodenatrophie (Unterentwicklung des Hodens) sowie Infertilität (Unfruchtbarkeit). Hinzu kommt, dass Männer, die bereits auf einer Seite Hodenkrebs hatten, auch ein erhöhtes Risiko haben, auf der anderen Seite Hodenkrebs zu entwickeln. Neben dieser Tatsache weist auch eine beobachtete familiäre Häufung (Vater, Bruder) von Hodenkrebs auf den Einfluss genetischer Faktoren hin.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Je früher Hodenkrebs erkannt wird, desto einfacher und aussichtsreicher ist dessen Behandlung. Bei allen Veränderungen der Hoden oder bei den genannten Symptomen sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden, welcher in der Diagnose und Behandlung von Hodenkrebs erfahren ist. In der Regel ist dies ein Facharzt für Urologie.
Wenn Sie also zum Beispiel eine schmerzlose oder auch schmerzhafte Hodenschwellung oder ein Ziehen oder Schweregefühl im Hoden bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung unbedingt angebracht, da es sich hierbei um Frühsymptome von Hodenkrebs handeln kann.
Wenn Sie also zum Beispiel eine schmerzlose oder auch schmerzhafte Hodenschwellung oder ein Ziehen oder Schweregefühl im Hoden bemerken, ist eine ärztliche Untersuchung unbedingt angebracht, da es sich hierbei um Frühsymptome von Hodenkrebs handeln kann.
Diagnose |
Ihr Arzt wird sich nach Ihren Beschwerden erkundigen und eine genaue körperliche Untersuchung durchführen. Insbesondere wird er eine Abtastung sowie eine Ultraschall-Untersuchung beider Hoden vornehmen. Zusätzlich wird in Blutuntersuchungen geprüft, ob sich Eiweißstoffe und Enzyme, so genannte Tumormarker, die von Krebszellen produziert werden, in erhöhter Menge im Blut befinden. Meist kann der Verdacht auf Hodenkrebs auf diese Weise bereits entkräftet oder bestätigt werden.
Endgültig kann der Hodenkrebs jedoch nur durch eine mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe aus dem Hoden festgestellt werden. Die feingewebliche Untersuchung gibt gegebenenfalls auch Informationen über die Art des Tumorgewebes und die Ausbreitung des Tumors im Hoden selbst.
Sofern die Diagnose „bösartiger Hodentumor" vorliegt, sind zudem weitere Untersuchungen notwendig, um zu klären, ob sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat. Hierzu werden Röntgenuntersuchungen oder eine Computer-Tomographie des Brust- und Bauchraums sowie des Beckens durchgeführt.
Erst die Ergebnisse all dieser Untersuchungen geben Aufschluss über die Art und das Ausmaß der Erkrankung, die die Behandlungsmethode und -dauer bestimmen.
Endgültig kann der Hodenkrebs jedoch nur durch eine mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe aus dem Hoden festgestellt werden. Die feingewebliche Untersuchung gibt gegebenenfalls auch Informationen über die Art des Tumorgewebes und die Ausbreitung des Tumors im Hoden selbst.
Sofern die Diagnose „bösartiger Hodentumor" vorliegt, sind zudem weitere Untersuchungen notwendig, um zu klären, ob sich der Tumor bereits im Körper ausgebreitet hat. Hierzu werden Röntgenuntersuchungen oder eine Computer-Tomographie des Brust- und Bauchraums sowie des Beckens durchgeführt.
Erst die Ergebnisse all dieser Untersuchungen geben Aufschluss über die Art und das Ausmaß der Erkrankung, die die Behandlungsmethode und -dauer bestimmen.
Behandlung |
Bei der Behandlung von Hodenkrebs stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Zunächst wird meist der gesamte erkrankte Hoden entfernt (Orchidektomie) und eventuell zusätzlich die Lymphknoten in der Umgebung. Je nach feingeweblicher Art des Tumors (Seminom oder Nichtseminom) und Ausbreitung der Erkrankung im Körper wird zusätzlich eine Strahlen- und / oder Chemotherapie mit einer Kombination von verschiedenen Medikamenten durchgeführt. Die so genannten Seminome können einer Strahlentherapie zugänglich sein, während sich bei den Nichtseminomen die Operation und Chemotherapie als erfolgreichste Behandlungsmethoden herausgestellt haben.
Bei Patienten mit weit fortgeschrittenen Tumoren und Metastasen lassen sich die Heilungsraten in bestimmten Fällen mit neuen Behandlungsverfahren wie der Hochdosis-Chemotherapie möglicherweise verbessern. Dies gilt auch, wenn nach einer ersten Therapie ein Rückfall auftritt. In diesen Fällen sollte die Behandlung an einem spezialisierten Zentrum erfolgen.
Bei Patienten mit weit fortgeschrittenen Tumoren und Metastasen lassen sich die Heilungsraten in bestimmten Fällen mit neuen Behandlungsverfahren wie der Hochdosis-Chemotherapie möglicherweise verbessern. Dies gilt auch, wenn nach einer ersten Therapie ein Rückfall auftritt. In diesen Fällen sollte die Behandlung an einem spezialisierten Zentrum erfolgen.
Komplikationen |
Unbehandelt kann sich der Hodenkrebs auch in anderen Körperregionen ausbreiten. Die Tumorzellen befallen über den Blutkreislauf Lymphknoten und jedes Körperorgan, vor allem aber die Lunge, die Leber, das Gehirn und das knöcherne Skelett. Aus diesem Grund ist eine möglichst frühe Erkennung der Tumorerkrankung sehr wichtig.
Des Weiteren ist die Samenqualität bei Männern, die an Hodenkrebs erkranken, häufig aus nicht bekannten Gründen bis zur Unfruchtbarkeit herabgesetzt. Chemotherapie und auch Strahlentherapie können die Samenreifung zusätzlich beeinträchtigen, wobei das Ausmaß der Schädigung von der Dauer und Intensität der Behandlung abhängt. Zunächst werden zwar fast alle Patienten unfruchtbar, aber nach den üblichen Chemotherapien in normaler Dosierung erholt sich die Samenzellreifung innerhalb von zwei Jahren bei mindestens der Hälfte der Patienten wieder. Bei Bestrahlung sollte zum Schutz des verbliebenen gesunden Hodens auf jeden Fall eine „Hodenkapsel" aus Blei angelegt werden. Wenn die Strahlendosis auf den gesunden Hoden eine bestimmte Grenze nicht überschreitet, kann sich die Samenreifung wieder erholen.
Jungen Männern wird außerdem geraten, vor Chemo- oder Strahlentherapie Samen in einer Samenbank zu deponieren, wo das Sperma tief gefroren gelagert und später bei Kinderwunsch wieder aufgetaut und genutzt werden kann.
Ein Samendepot sollte auch dann vor der Therapie angelegt werden, wenn es notwendig ist, die Lymphknoten entlang der Blutgefäße des Beckens auf beiden Seiten zu entfernen. In diesen Fällen wird die Fähigkeit zur Ejakulation (Samenerguss) fast immer dauerhaft geschädigt. Bei nur einseitiger Lymphknotenentfernung dagegen kann durch moderne Operationstechniken die Ejakulation in der Regel erhalten werden. Eine weitere Störung, die durch eine Operation verursacht werden kann, ist die retrograde Ejakulation: Der Samen wird hierbei nicht nach außen, sondern rückwärts (retrograd) in die Blase befördert.
Des Weiteren ist die Samenqualität bei Männern, die an Hodenkrebs erkranken, häufig aus nicht bekannten Gründen bis zur Unfruchtbarkeit herabgesetzt. Chemotherapie und auch Strahlentherapie können die Samenreifung zusätzlich beeinträchtigen, wobei das Ausmaß der Schädigung von der Dauer und Intensität der Behandlung abhängt. Zunächst werden zwar fast alle Patienten unfruchtbar, aber nach den üblichen Chemotherapien in normaler Dosierung erholt sich die Samenzellreifung innerhalb von zwei Jahren bei mindestens der Hälfte der Patienten wieder. Bei Bestrahlung sollte zum Schutz des verbliebenen gesunden Hodens auf jeden Fall eine „Hodenkapsel" aus Blei angelegt werden. Wenn die Strahlendosis auf den gesunden Hoden eine bestimmte Grenze nicht überschreitet, kann sich die Samenreifung wieder erholen.
Jungen Männern wird außerdem geraten, vor Chemo- oder Strahlentherapie Samen in einer Samenbank zu deponieren, wo das Sperma tief gefroren gelagert und später bei Kinderwunsch wieder aufgetaut und genutzt werden kann.
Ein Samendepot sollte auch dann vor der Therapie angelegt werden, wenn es notwendig ist, die Lymphknoten entlang der Blutgefäße des Beckens auf beiden Seiten zu entfernen. In diesen Fällen wird die Fähigkeit zur Ejakulation (Samenerguss) fast immer dauerhaft geschädigt. Bei nur einseitiger Lymphknotenentfernung dagegen kann durch moderne Operationstechniken die Ejakulation in der Regel erhalten werden. Eine weitere Störung, die durch eine Operation verursacht werden kann, ist die retrograde Ejakulation: Der Samen wird hierbei nicht nach außen, sondern rückwärts (retrograd) in die Blase befördert.
Prävention |
Bisher sind keine vorbeugenden Maßnahmen gegen eine Erkrankung an Hodenkrebs bekannt. Zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr gilt jedoch die Selbstuntersuchung als empfehlenswerte Früherkennung.
Was kann ich selbst tun? |
Männer sollten grundsätzlich auf Frühsymptome von Hodenkrebs achten. Es ist ratsam, beide Hoden in regelmäßigen Abständen in entspannter Stellung – wie zum Beispiel unter der Dusche oder in der Badewanne – vorsichtig nach eventuellen Knoten abzutasten.