Was sind Zwangsstörungen? |
Unter einer Zwangsstörung werden bestimmte Handlungsmuster verstanden, die in Intensität und Zeitaufwand von der Norm abweichen und das Berufs- und Privatleben des Betroffenen stören. Es handelt sich bei dieser Zwangskrankheit um ein Verhalten, das den Patienten gegen seinen Willen beherrscht. Er ist sich der Sinnlosigkeit seines Handelns bewusst, kann jedoch nicht anders. Zwangsstörungen sind entweder Wasch-, Kontroll-, Berührungs-, Zähl-, Sprech-, Sammel-, Wiederholungs- oder Ordnungszwänge, zwanghafte Befürchtungen oder rituelle Handlungen.
Fachleute unterscheiden die Erkrankung in Zwangshandlungen und -gedanken. Der Grund, warum viele Zwänge unerkannt bleiben, ist, dass sie belächelt und als Macke abgestempelt werden oder die Patienten selber ihr Problem verdrängen. Aus diesem Grund lässt sich die Zahl der Patienten, die unter Zwangsstörungen leiden, nur auf ungefähr zwei Millionen schätzen.
Die meisten Zwänge werden im Jugend- und frühen Erwachsenenalter sichtbar und betreffen alle sozialen Schichten und Altersklassen. Ungefähr 50 Prozent der erwachsenen Patienten haben schon Zwangsmerkmale in der Kindheit aufgewiesen. Männer und Frauen sind etwa gleich stark von Zwangsstörungen betroffen. Häufig nimmt die Erkrankung eine chronische Verlaufsform.
Fachleute unterscheiden die Erkrankung in Zwangshandlungen und -gedanken. Der Grund, warum viele Zwänge unerkannt bleiben, ist, dass sie belächelt und als Macke abgestempelt werden oder die Patienten selber ihr Problem verdrängen. Aus diesem Grund lässt sich die Zahl der Patienten, die unter Zwangsstörungen leiden, nur auf ungefähr zwei Millionen schätzen.
Die meisten Zwänge werden im Jugend- und frühen Erwachsenenalter sichtbar und betreffen alle sozialen Schichten und Altersklassen. Ungefähr 50 Prozent der erwachsenen Patienten haben schon Zwangsmerkmale in der Kindheit aufgewiesen. Männer und Frauen sind etwa gleich stark von Zwangsstörungen betroffen. Häufig nimmt die Erkrankung eine chronische Verlaufsform.
Symptome |
Um Zwangsgedanken handelt es sich, wenn immer wiederkehrende Ideen, Gedanken, Bilder oder Impulse sehr intensive Gefühle bei den Patienten auslösen. Sie beziehen sich darauf, dass eine Tätigkeit nicht korrekt ausgeführt wurde. Dies kann das Schließen einer Tür, eines Fensters oder das Ausschalten von Herd, Bügeleisen oder Autolicht sein. Zwangsgedanken können sich aber auch auf aggressive, religiöse oder sexuelle Inhalte beziehen.
Bei Zwangshandlungen hingegen fühlen sich die Patienten gedrängt etwas zu tun, was sie selber als sinnlos empfinden. Zwangshandlungen sind Rituale, die in einer starren Form ablaufen. Dazu gehören Wasch- und Reinigungszwänge sowie Kontroll-, Wiederholungs-, Ordnungs-, Berührungs-, Zähl-, Sprech- und Sammelzwänge.
Ungefähr drei bis fünf Prozent aller Jugendlichen zeigen meist vorübergehende Symptome von Zwangstörungen. Dies können ritualisierte Ess- und Waschgewohnheiten oder An- und Auskleidezeremonien sein. Zwangssymptome sind bei Kindern recht selten (drei Prozent).
Viele Heranwachsende versuchen ihre Krankheit zu verbergen. Es ist erwiesen, dass die Mehrzahl im Laufe der Zwangserkrankungen einen Waschzwang entwickelt. Bei einem derartigen Zwang sind die Betroffenen von dem Gedanken besessen, durch Viren, Schmutz, Bakterien oder Körpersekrete und –ausscheidungen verseucht zu werden. Ihr Schutz davor äußert sich in ständigem Händewaschen, Duschen, Kleiderwechsel, Kleiderwäsche und Putzen. Das ganze Denken des Patienten kreist darum, wie er den Kontakt mit gefürchteten Stoffen vermeiden kann.
Bei einem Kontrollzwang kann der Patient nicht nachvollziehen, ob er zum Beispiel beim Verlassen der Wohnung alle Geräte ausgeschaltet oder das Fenster geschlossen hat. Er muss immer wieder zurückkehren und sich vergewissern, ob die Handlung vollbracht wurde. Wenn der Patient nicht als Letzter die Wohnung verlässt, äußert sich die Zwangshandlung nicht, da er in diesem Fall keine Verantwortung trägt.
Ein Ordnungszwang lässt es den Kranke nicht ertragen, Dinge in einem ungeordneten Zustand herumliegen zu lassen. Er verbringt sehr viel Zeit damit, wieder Ordnung herzustellen.
Leidet ein Patient unter einem Sammelzwang, kann er es nicht ertragen, sich von Sachen oder Gegenständen zu trennen. Alles wird gesammelt, so dass die Betroffenen später in Ihrer Wohnung in Altpapier, Flaschen oder anderem Abfall erstickt.
Wenn ein Patient von einem Wiederholungszwang betroffen ist, muss er bestimmte Handlungen mehrere Male ausführen, bevor er das Gefühl bekommt, dass ihm oder seinen Angehörigen nichts Schlimmes widerfährt.
Bei Zwangshandlungen hingegen fühlen sich die Patienten gedrängt etwas zu tun, was sie selber als sinnlos empfinden. Zwangshandlungen sind Rituale, die in einer starren Form ablaufen. Dazu gehören Wasch- und Reinigungszwänge sowie Kontroll-, Wiederholungs-, Ordnungs-, Berührungs-, Zähl-, Sprech- und Sammelzwänge.
Ungefähr drei bis fünf Prozent aller Jugendlichen zeigen meist vorübergehende Symptome von Zwangstörungen. Dies können ritualisierte Ess- und Waschgewohnheiten oder An- und Auskleidezeremonien sein. Zwangssymptome sind bei Kindern recht selten (drei Prozent).
Viele Heranwachsende versuchen ihre Krankheit zu verbergen. Es ist erwiesen, dass die Mehrzahl im Laufe der Zwangserkrankungen einen Waschzwang entwickelt. Bei einem derartigen Zwang sind die Betroffenen von dem Gedanken besessen, durch Viren, Schmutz, Bakterien oder Körpersekrete und –ausscheidungen verseucht zu werden. Ihr Schutz davor äußert sich in ständigem Händewaschen, Duschen, Kleiderwechsel, Kleiderwäsche und Putzen. Das ganze Denken des Patienten kreist darum, wie er den Kontakt mit gefürchteten Stoffen vermeiden kann.
Bei einem Kontrollzwang kann der Patient nicht nachvollziehen, ob er zum Beispiel beim Verlassen der Wohnung alle Geräte ausgeschaltet oder das Fenster geschlossen hat. Er muss immer wieder zurückkehren und sich vergewissern, ob die Handlung vollbracht wurde. Wenn der Patient nicht als Letzter die Wohnung verlässt, äußert sich die Zwangshandlung nicht, da er in diesem Fall keine Verantwortung trägt.
Ein Ordnungszwang lässt es den Kranke nicht ertragen, Dinge in einem ungeordneten Zustand herumliegen zu lassen. Er verbringt sehr viel Zeit damit, wieder Ordnung herzustellen.
Leidet ein Patient unter einem Sammelzwang, kann er es nicht ertragen, sich von Sachen oder Gegenständen zu trennen. Alles wird gesammelt, so dass die Betroffenen später in Ihrer Wohnung in Altpapier, Flaschen oder anderem Abfall erstickt.
Wenn ein Patient von einem Wiederholungszwang betroffen ist, muss er bestimmte Handlungen mehrere Male ausführen, bevor er das Gefühl bekommt, dass ihm oder seinen Angehörigen nichts Schlimmes widerfährt.
Ursachen |
Einige Faktoren müssen im Zusammenhang mit der individuellen Entwicklung eines Menschen mit Zwangsstörungen betrachtet werden. Dazu gehören eine stark überbehütete Kindheit, sehr ordentliche Eltern, eine frühe Auseinandersetzung mit dem Tod, Trennung oder Scheidung, fehlende liebevolle Zuwendung durch die Eltern oder Zuwendung nur nach Leistung sowie Lerndefizite im Sozialverhalten.
Grundsätzlich ist die Entstehung einer Zwangshandlung eine Form der Angstbewältigung, bei der die Zwangshandlung an die Stelle der Angst tritt.
Häufige Persönlichkeitsformen bei Zwangskranken sind eine hohe Verletzbarkeit, Kommunikationsstörungen, soziale Unsicherheit oder Überanpassung, Risikoangst und Entscheidungsschwäche, existenzielle Angst, Angst vor Lebens- und Selbstverantwortung sowie sexuelle Störungen und Triebhaftigkeit.
Auch Erkrankungen können die Ursache einer Zwangsstörung sein. Häufig sind sie Begleiterscheinungen von Depressionen, Angststörungen, Hypochondrie, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie, Tickstörungen oder Impulskontrollstörungen.
Grundsätzlich ist die Entstehung einer Zwangshandlung eine Form der Angstbewältigung, bei der die Zwangshandlung an die Stelle der Angst tritt.
Häufige Persönlichkeitsformen bei Zwangskranken sind eine hohe Verletzbarkeit, Kommunikationsstörungen, soziale Unsicherheit oder Überanpassung, Risikoangst und Entscheidungsschwäche, existenzielle Angst, Angst vor Lebens- und Selbstverantwortung sowie sexuelle Störungen und Triebhaftigkeit.
Auch Erkrankungen können die Ursache einer Zwangsstörung sein. Häufig sind sie Begleiterscheinungen von Depressionen, Angststörungen, Hypochondrie, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie, Tickstörungen oder Impulskontrollstörungen.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
In der Regel kann sich ein Betroffener nicht selbst aus dem Teufelskreis der Zwänge befreien, denn Zwangsstörungen sind sehr schwierig zu behandeln.
Auf Grund der vielen möglichen Ursachen einer derartigen Erkrankung, muss ein erfahrener Psychiater, Nervenarzt oder Psychotherapeut zu Rate gezogen werden.
Auf Grund der vielen möglichen Ursachen einer derartigen Erkrankung, muss ein erfahrener Psychiater, Nervenarzt oder Psychotherapeut zu Rate gezogen werden.
Diagnose |
Bei der Diagnose einer Zwangsstörung müssen mehrere Schritte erfolgen. Zunächst wird der Arzt eine genaue Befragung durchführen, welche sich auf die Biografie und derzeitige Lebenssituation des Betroffenen bezieht. Dabei können Fragen zur familiären und partnerschaftlichen Situation, zu seelischen Erkrankungen in der Familie, Arbeit, Aktivitäten, Lebensumständen und Finanzen erfolgen.
Nach einer psychologischen Untersuchung, bei der bestimmte Tests, Fragebögen, Interviews und Ähnliches angewendet werden, folgt eine körperliche Untersuchung (internistisch und neurologisch) des Patienten. Bei ihr werden verschiedene Funktionen des Nervensystems wie Sensibilität, Reflexe oder das Bewegungssystem des Betroffenen getestet.
Bei Verdacht auf bestimmte körperliche Ursachen der Zwangsstörung, erfolgen Untersuchungen durch ein EEG (Kurvenbild, Elektroenzephalogramm), CCT (Cerebrale Computertomographie des Schädels) oder eine MRT (Magnet Resonanz Tomographie des Kopfes).
Nach einer psychologischen Untersuchung, bei der bestimmte Tests, Fragebögen, Interviews und Ähnliches angewendet werden, folgt eine körperliche Untersuchung (internistisch und neurologisch) des Patienten. Bei ihr werden verschiedene Funktionen des Nervensystems wie Sensibilität, Reflexe oder das Bewegungssystem des Betroffenen getestet.
Bei Verdacht auf bestimmte körperliche Ursachen der Zwangsstörung, erfolgen Untersuchungen durch ein EEG (Kurvenbild, Elektroenzephalogramm), CCT (Cerebrale Computertomographie des Schädels) oder eine MRT (Magnet Resonanz Tomographie des Kopfes).
Behandlung |
Nach dem heutigen Wissens- und Erfahrungsstand, gibt es keine vollständige Heilungsmöglichkeit der Erkrankung. Es existieren jedoch gute Methoden, um eine dauerhafte Linderung der Symptome zu erreichen.
Die Therapie erfolgt entweder in einer spezialisierten Klinik über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen oder ambulant in zehn Sitzungen. Besonders hilfreich ist dabei eine Gruppentherapie.
Bevor die Behandlung der Zwangsstörung beginnt, werden dem Patienten und gegebenenfalls den Angehörigen die Ergebnisse der Diagnose mitgeteilt.
Das Ziel der Behandlung ist es, in Zusammenarbeit mit dem Patienten die notwendigen Behandlungsschritte zu entwickeln und einen Therapieplan auf die individuelle Krankheit des Betroffenen abzustimmen.
Die Therapie konzentriert sich zunächst auf eine direkte Behandlung der Symptome eines Patienten. In manchen Fällen wird dieses Vorgehen auch mit der Behandlung eines Problem- und Konfliktbereiches des Betroffenen kombiniert.
Eine gute Möglichkeit ist auch die Form der Selbstbehandlung. Dazu muss der Patient seine unangenehmen Gedanken auf ein Kärtchen schreiben und sammeln. Die Kärtchen werden mehrmals täglich für 30 Minuten in entspannter Umgebung durchgelesen. Dadurch entsteht ein Gewöhnungsprozess, der den bedrohlichen Charakter der aufgeschriebenen Gedanken minimiert.
In sehr schweren Fällen erfolgt eine Verhaltenstherapie, deren Aufgabe es in erster Linie ist, den Patienten mit der gefürchteten Situation zu konfrontieren (Reizkonfrontation). Menschen mit Sammelzwängen werden aufgefordert etwas wegzuwerfen, Patienten mit Waschzwängen sollen sich beschmutzen. Das Ziel dieser Behandlung ist, dass die Betroffenen merken, dass nichts Schlimmes passiert, wenn sie ihre Rituale unterlassen. Studien haben gezeigt, dass sich durch diese Behandlungsform bei über 70 Prozent der Patienten mit Zwangshandlungen eine deutliche Besserung zeigt.
Eine stärkere Form der Konfrontationstherapie ist die Reizüberflutung, bei der es um Situationen geht, die sehr starke Zwangshandlungen auslösen. Der Patient begibt sich dazu an mehreren Tagen für mehrere Stunden zusammen mit dem Therapeuten in Situationen, in denen er fürchtet vor Ekel, Angst oder Ähnlichem wahnsinnig zu werden. Das Ziel dieses Vorgehens ist, dass der Patient merken soll, dass er diese Situation aushalten kann.
Auch Medikamente sind ein wichtiges Mittel bei der Therapie von Zwangsstörungen. Es ist daher sinnvoll, die Behandlung mit der Einnahme von Psychopharmaka zu unterstützen.
Die Therapie erfolgt entweder in einer spezialisierten Klinik über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen oder ambulant in zehn Sitzungen. Besonders hilfreich ist dabei eine Gruppentherapie.
Bevor die Behandlung der Zwangsstörung beginnt, werden dem Patienten und gegebenenfalls den Angehörigen die Ergebnisse der Diagnose mitgeteilt.
Das Ziel der Behandlung ist es, in Zusammenarbeit mit dem Patienten die notwendigen Behandlungsschritte zu entwickeln und einen Therapieplan auf die individuelle Krankheit des Betroffenen abzustimmen.
Die Therapie konzentriert sich zunächst auf eine direkte Behandlung der Symptome eines Patienten. In manchen Fällen wird dieses Vorgehen auch mit der Behandlung eines Problem- und Konfliktbereiches des Betroffenen kombiniert.
Eine gute Möglichkeit ist auch die Form der Selbstbehandlung. Dazu muss der Patient seine unangenehmen Gedanken auf ein Kärtchen schreiben und sammeln. Die Kärtchen werden mehrmals täglich für 30 Minuten in entspannter Umgebung durchgelesen. Dadurch entsteht ein Gewöhnungsprozess, der den bedrohlichen Charakter der aufgeschriebenen Gedanken minimiert.
In sehr schweren Fällen erfolgt eine Verhaltenstherapie, deren Aufgabe es in erster Linie ist, den Patienten mit der gefürchteten Situation zu konfrontieren (Reizkonfrontation). Menschen mit Sammelzwängen werden aufgefordert etwas wegzuwerfen, Patienten mit Waschzwängen sollen sich beschmutzen. Das Ziel dieser Behandlung ist, dass die Betroffenen merken, dass nichts Schlimmes passiert, wenn sie ihre Rituale unterlassen. Studien haben gezeigt, dass sich durch diese Behandlungsform bei über 70 Prozent der Patienten mit Zwangshandlungen eine deutliche Besserung zeigt.
Eine stärkere Form der Konfrontationstherapie ist die Reizüberflutung, bei der es um Situationen geht, die sehr starke Zwangshandlungen auslösen. Der Patient begibt sich dazu an mehreren Tagen für mehrere Stunden zusammen mit dem Therapeuten in Situationen, in denen er fürchtet vor Ekel, Angst oder Ähnlichem wahnsinnig zu werden. Das Ziel dieses Vorgehens ist, dass der Patient merken soll, dass er diese Situation aushalten kann.
Auch Medikamente sind ein wichtiges Mittel bei der Therapie von Zwangsstörungen. Es ist daher sinnvoll, die Behandlung mit der Einnahme von Psychopharmaka zu unterstützen.
Komplikationen |
Ein großer Nachteil der Zwangsstörungen ist, dass die Patienten auf viele positive Seiten des Lebens verzichten müssen. Ein Betroffener kann seine täglichen Aufgaben nur schlecht bewältigen, wobei auch das familiäre Leben sehr stark strapaziert wird.
Der Verlauf der Erkrankung ist meist chronisch, die Stärke der Zwänge schwankt jedoch ständig. Der Betroffene kann die zwanghaften Gedankengänge oder Handlungen nicht mehr beenden oder unterdrücken. Wenn er versucht sich dagegen zu wehren, erlebt er eine tiefe innere Spannung und große Angst.
Auch wenn die verschiedenen Zwangssymptome unterschiedlich sind, zwei Tatsachen haben alle Patienten gemeinsam: Zwangserkrankungen bedeuten immer Kontrollverlust und das Risiko einer Katastrophe (und damit verbundenen Folgen) wird immer extrem überschätzt.
Leiden Kinder und Jugendliche unter Zwangsstörungen, behalten etwa 20 Prozent von ihnen ein Leben lang die Symptome. Im Erwachsenenalter erscheinen diese Personen oftmals isoliert. Einige leben noch bei den Eltern, kaum welche haben Partnerschaften und manche nehmen soziale Unterstützung in Anspruch.
Der Verlauf der Erkrankung ist meist chronisch, die Stärke der Zwänge schwankt jedoch ständig. Der Betroffene kann die zwanghaften Gedankengänge oder Handlungen nicht mehr beenden oder unterdrücken. Wenn er versucht sich dagegen zu wehren, erlebt er eine tiefe innere Spannung und große Angst.
Auch wenn die verschiedenen Zwangssymptome unterschiedlich sind, zwei Tatsachen haben alle Patienten gemeinsam: Zwangserkrankungen bedeuten immer Kontrollverlust und das Risiko einer Katastrophe (und damit verbundenen Folgen) wird immer extrem überschätzt.
Leiden Kinder und Jugendliche unter Zwangsstörungen, behalten etwa 20 Prozent von ihnen ein Leben lang die Symptome. Im Erwachsenenalter erscheinen diese Personen oftmals isoliert. Einige leben noch bei den Eltern, kaum welche haben Partnerschaften und manche nehmen soziale Unterstützung in Anspruch.
Prävention |
Betroffene benötigen Informationen, um sich besser mit ihrer Krankheit auseinandersetzen zu können. Eine Maßnahme, um die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen, ist die Psychoedukation, an der Patienten und Angehörige teilnehmen. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, die bei der Bewältigung des Alltags auftauchenden Fragen zu beantworten.
Informationen bieten Psychiater und Psychologen. Die Patienten sollen lernen, die eigene Krankheit zu akzeptieren, mit ihren Symptome umzugehen und den Sinn der Therapie und die Wirkung von Psychopharmaka zu erkennen.
Auch die Angehörigen müssen in die Therapie einbezogen werden. Das zwanghafte Verhalten eines Familienmitglieds löst bei ihnen häufig Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Peinlichkeitsgefühle aus. Sie machen den Angehörigen nach einer Weile wütend und enttäuscht. Wenn sie jedoch den Krankheitsverlauf besser verstehen, können sie ein besseres Verständnis für den Kranken aufbringen.
Leider reicht Information alleine nicht aus. Der Patient braucht eine Veränderung der krankmachenden familiären Bedingungen und ein stabiles Zusammenleben.
Es ist erwiesen, dass psychoeduktive Handlungsweisen, in die der Patient und die Angehörigen eingebunden werden, das Zusammenleben erleichtern und die Gefahr von starken zwanghaften Anfällen verringern. Dadurch sinkt für den Betroffenen das Risiko einer stationären Behandlung.
Informationen bieten Psychiater und Psychologen. Die Patienten sollen lernen, die eigene Krankheit zu akzeptieren, mit ihren Symptome umzugehen und den Sinn der Therapie und die Wirkung von Psychopharmaka zu erkennen.
Auch die Angehörigen müssen in die Therapie einbezogen werden. Das zwanghafte Verhalten eines Familienmitglieds löst bei ihnen häufig Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Peinlichkeitsgefühle aus. Sie machen den Angehörigen nach einer Weile wütend und enttäuscht. Wenn sie jedoch den Krankheitsverlauf besser verstehen, können sie ein besseres Verständnis für den Kranken aufbringen.
Leider reicht Information alleine nicht aus. Der Patient braucht eine Veränderung der krankmachenden familiären Bedingungen und ein stabiles Zusammenleben.
Es ist erwiesen, dass psychoeduktive Handlungsweisen, in die der Patient und die Angehörigen eingebunden werden, das Zusammenleben erleichtern und die Gefahr von starken zwanghaften Anfällen verringern. Dadurch sinkt für den Betroffenen das Risiko einer stationären Behandlung.
Was kann ich selbst tun? |
Wenn Sie unter Zwangsstörungen leiden, ist es wichtig, offen und diszipliniert an Ihren Therapien teilzunehmen. In der Zusammenarbeit mit Ihren Ärzten wird es Ihnen gelingen, Ihre Krankheitssymptome zu verringern und sich im Nachhinein besser zu fühlen.
Ihr Arzt wird Ihnen eventuell die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe empfehlen. Es entlastet Sie, wenn Sie wissen, dass Sie mit Ihrer Krankheit nicht alleine stehen. Eine Selbsthilfegruppe unterstützt Ihre Therapieerfolge. Sie können offen über Ihre Krankheit sprechen und sich mit anderen über Erfahrungen austauschen.
In einer Selbsthilfegruppe steigert sich das Bedürfnis, die Zwangsregeln die Sie leiten, zu durchbrechen.
Ihr Arzt wird Ihnen eventuell die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe empfehlen. Es entlastet Sie, wenn Sie wissen, dass Sie mit Ihrer Krankheit nicht alleine stehen. Eine Selbsthilfegruppe unterstützt Ihre Therapieerfolge. Sie können offen über Ihre Krankheit sprechen und sich mit anderen über Erfahrungen austauschen.
In einer Selbsthilfegruppe steigert sich das Bedürfnis, die Zwangsregeln die Sie leiten, zu durchbrechen.