Hepatitis A

Was ist Hepatitis A?

Hepatitis A (Gelbsucht) ist eine Leberentzündung, die mit einer Leberzellschädigung einhergeht.

Diese Infektionserkrankung ist sehr verbreitet und wird über das Hepatitis-A-Virus übertragen. Sie kommt in Süd- und Osteuropa, Asien, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika vor, wo sie meist durch fäkal-verseuchte Lebensmittel oder Wasser oral übertragen wird.

Ungefähr die Hälfte aller gemeldeten Hepatitis-A-Erkrankungen in Deutschland betreffen Touristen, die in südlichen Ländern unterwegs waren. Die andere Hälfte wird in Einrichtungen übertragen, wo sich viele Menschen aufhalten (zum Beispiel im Kindergarten).

Das Infektionsschutzgesetz regelt, dass der Krankheitsverdacht und die Erkrankung namentlich zu melden sind.

Eine überstandene Hepatitis-A-Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.
 
 

Symptome

Typisch für eine Hepatitis-A-Infektion sind ein leichter Temperaturanstieg, Appetitverlust, Erbrechen, Übelkeit und Druckschmerzen im rechten Oberbauch. Zwei Drittel der Erkrankungen verlaufen jedoch ohne Beschwerden und die Hepatitis heilt von selbst.

Nach einer Weile wird die Gelbsucht deutlich. Alle Schleimhäute, das Weiße der Augen und die Haut, bekommen eine Gelbfärbung. Während diese Symptome langsam nachlassen, wird die Farbe des Urins dunkler. Der Stuhl des Patienten entfärbt sich dagegen (Lehmstuhl).

Viele Patienten fühlen sich bereits besser, wenn die Gelbsucht beginnt. Sie hat eine Dauer von vier bis acht Wochen.

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt etwa zwei bis sieben Wochen.
 
 

Ursachen

Eine Ansteckung über Lebensmittel oder Wasser ist möglich, wenn eine Verunreinigung durch Kotrückstände besteht. Die Ursache der Verseuchung sind meist schlechte hygienische Zustände. Hepatitis A kommt vermehrt im Mittelmeerraum, Südamerika und Afrika, aber insgesamt weltweit vor.

Vor allem in Entwicklungsländern ist die Durchseuchung sehr hoch. In Deutschland sind fünf bis 30 Prozent der unter 30-jährigen betroffen.
 
 

Wann ist ein Arzt aufzusuchen ?

Wenn nach einem Aufenthalt in südlichen Ländern plötzlich die Symptome einer Gelbsucht auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen. Er kann Ihnen Gewissheit über die Ursache der Beschwerden geben.

Wenn Sie sich über die Erkrankung als solche informieren möchten, können Sie Ihren Hausarzt dazu befragen. Er wird Sie bei einer bereits bestehenden Krankheit auch über Selbsthilfegruppen oder Leberzentren aufklären, an die Sie sich im Bedarfsfall wenden können.
 
 

Diagnose

Der Arzt erkennt erste Anzeichen der Hepatitis-A anhand der Krankengeschichte des Patienten. Zusätzlich erfolgt eine körperliche Untersuchung.

Zunächst wird dem Betroffenen Blut entnommen, wodurch die Ursache der Krankheit festzustellen ist. Es kann einen Hinweis darauf geben, wie fortgeschritten die Leberentzündung zu diesem Zeitpunkt ist, oder eine Erhöhung der Leberwerte aufzeigen.

Bei einer Infektion mit Viren der Hepatitis-A-Erkrankung, bildet der Körper bestimmte Antikörper, über deren Nachweis man die verschiedenen Hepatitis-Arten unterscheiden kann.
 
 

Behandlung

Bis heute existieren keine Medikamente oder bestimmte Therapien gegen das Virus, daher erfolgt die Behandlung ausschließlich symptombezogen. Allgemeine Behandlungsmaßnahmen sind absolute Bettruhe und Alkoholverbot. Eine stationäre Aufnahme ist daher nicht vorgesehen.
 
 

Komplikationen

Eine Hepatitis-A-Erkrankung geht meistens von alleine vorüber. Komplikationen stellen daher nur längere Verläufe dar, in deren Folge es zu der charakteristischen Gelbsucht kommt.

Die Sterblichkeit dieser Erkrankung liegt bei 0,1 bis einem Prozent.
 
 

Prävention

Es besteht die Möglichkeit, sich gegen alle Arten der Hepatitis impfen zu lassen. Bei Reisen in die dritte Welt, wird gegen Hepatitis A und B geimpft, was durch eine Kombinationsimpfung geschieht. Sie verleiht eine Immunität von zehn Jahren. Danach sollten Auffrischimpfungen erfolgen.

Beide Impfungen gehören zu den wirksamsten und sichersten, die es gibt und geben jahrzehntelangen Schutz. Leichte Nebenerscheinungen wie eine Rötung der Einstichstelle oder eine kurze Schwellung, sind daher zu ertragen.

Grundsätzlich ist bei Reisen in Risikogebiete auf eine gewisse Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist niemals zum Trinken geeignet. Es sollte vorher abgekocht werden. Gemüse ist prinzipiell zu waschen und Obst zu schälen.

Die Hände sind noch öfter zu waschen als zu Hause. Dies gilt besonders nach jedem Toilettengang.
 
 

Was kann ich selbst tun ?

Grundsätzlich ist eine Impfung gegen Hepatitis A zu empfehlen und reichlicher Alkoholkonsum zu vermeiden. Dies gilt auch für fettige Nahrungsmittel.

Leiden Sie unter einer akuten Leberentzündung, ist es wichtig, sich viel Ruhe zu genehmigen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Wenn die Beschwerden abgeklungen sind und Sie sich gestärkt fühlen, können Sie Ihren gewohnten Tätigkeiten wieder nachkommen.